Mut zu Veränderung

Ohne Veränderung gibt es keine Entwicklung. Entwicklung ist nötig, sowohl im alltäglichen Leben, unserem "Außenbereich", als auch im Inneren. Nur so können Lebensbedingungen verbessert, der Umgang miteinander verfeinert und Bewusstsein erweitert werden. Plötzliche Veränderungen stellen den Status quo auf den Prüfstand. Was gilt es zu bewahren, was muss überdacht werden? Woran klammern wir uns fest, obwohl es nicht gut tut? Inwieweit sind wir bereit, das Neue und Ungewisse einzuladen? Häufig reagieren wir auf Veränderungen, die sich ankündigen, unvermeidbar scheinen oder es tatsächlich sind, mit Angst, Aggression, Rückzug oder gar Rückfall auf unbewusste Verhaltensweisen. Veränderung aber braucht Mut. Mut und Vertrauen. In uns selbst, andere, in die Zukunft. Je besser wir uns selbst kennen, unsere Ängste, Verletzungen, Einstellungen und Strukturen, aber auch unsere Stärken, desto besser gelingt es uns, mit Veränderungen umzugehen. Nicht immer schaffen wir das allein. So, wie wir uns Hilfe holen, wenn uns etwa Schicksalsschläge ereilen oder ganz einfach ein Umzug oder ein neuer Job anstehen, sollten wir Hilfe in Anspruch nehmen, wenn wir innerlich stagnieren und an einem (schmerzvollen) Wendepunkt stehen. Innere Arbeit hilft, mit Vergangenem Frieden zu schließen und mutig neue Wege zu bestreiten.



Veränderung in Wuchsrichtung mit dem Leben

Ach, es gäbe so vieles zu verändern. Wir werden täglich geflutet mit Informationen zur Selbstoptimierung. Dass wir uns selbst freundlicher behandeln, gesünder leben, Work-Life Balance halten, meditieren, orgasmieren und was weiß ich alles sollten – ach, geschenkt ...!  Von Antje Uffmann, HP (Psych.), Bielefeld

Wir haben es längst verstanden, das Mentale ist so schnell – aber die Umsetzung ... Sie hängt auch ab von unseren Gefühlen. Doch der Emotionalkörper ist schon eine ganze Ecke langsamer und unberechenbarer als der Verstand. Und bis sich dann unser physischer Körper bewegt und die Veränderung wirklich umsetzt – oh, die Materie ist träge! Aus der Hirnforschung ist bekannt: Am leichtesten entwickeln und verändern wir uns, indem wir mit ganzheitlichen  Methoden in optimaler Umgebung neue gute Erfahrungen machen! Damit es nicht nur Theorie bleibt, bei deren Nicht-Umsetzung wir uns dann zudem noch schlecht fühlen, brauchen wir wirksame Impulse für unser ganzes System und eine freundliche, offene und sichere Atmosphäre. Denn dann sind da auch noch die tieferen Veränderungen im Leben – wirkliche Schritte ins Neuland, Umbrüche und Wagnisse. Als Therapeutin kann ich feststellen: Die Motivation zur Veränderung kann letztlich nur von innen kommen. Indem wir herausfinden, ob diese Veränderung in uns steckt, ob es etwas ist, was mit unserem tiefen Selbst übereinstimmt. Wenn eine Veränderung mich aus der Tiefe ruft, dann ist sie unausweichlich. Es geht also darum, zu lauschen und mit mir selbst in tieferen Kontakt zu kommen. Vielleicht sehnst du dich auch nach einer Veränderung oder spürst die Notwendigkeit? Möchtest wachsen – mehr hin zu dir, mehr in die Tiefe und Weisheit, die in dir sind? Seit Urzeiten sind die Menschen zu diesem Zweck hinausgegangen in die Natur. Allein im Wald, mit Ritualen und viel Zeit zum Lauschen. Veränderungen wachsen. Sie sind organisch. Wenn du dich und deinen Körper mitten ins Herz der Natur hineingibst, entsteht Resonanz – du gibst dem Leben eine Chance, mitzumachen. Und dann wird es "stimmen".


Nach Hause gehen

"Wenn du die Welt verändern möchtest, dann höre auf, die Projektionen auf der Leinwand verändern zu wollen. DU musst den Film verändern, den du drehst [...] Es ist an der Zeit, der Welt zu vergeben und nach Hause zu gehen." Das sind Worte eines mir unbekannten Verfassers.  Von Karin Tünnermann

Der Text berührt mich. Was heißt das eigentlich ... nach Hause gehen? In einer Zeit, in der wir so oft vom Übergang in ein neues Zeitalter sprechen, sollten wir uns fragen, wo unser geistiges Zuhause ist. Wer bin ich im Grunde meines Herzens? Was habe ich verinnerlicht, was eigentlich nicht zu mir gehört? Wo funktioniere ich, weil ich es so gelernt habe und weil es halt immer so war? Auf welchem Schlachtfeld des Lebens erschöpfe ich meine Kraft? Wie oft leben wir gedanklich in der Vergangenheit, grollen mit Personen und Ereignissen oder sorgen uns um Dinge, die wir in der Zukunft für wahrscheinlich halten. Wie oft haben wir uns selbst nicht verziehen, dass wir nicht erfolgreich, nicht stark waren? Und ehrlich: wie oft haben wir Angst! Angst zu versagen, Angst davor verlassen zu werden oder abhängig zu sein, Angst vor Veränderung? Warum sollten uns Familie, Kollegen und Vorgesetzte das geben, was wir uns selbst vorenthalten – Anerkennung und Wertschätzung? Wir müssen also Verantwortung übernehmen für unsere Gedanken und Gefühle, für unseren Erfolg oder Misserfolg, unser Glück oder Unglück. Wir verabschieden uns damit aus der selbst erschaffenen Opfer-Rolle. Und dann? Es ist Zeit, sich selbst und der Welt zu vergeben und nach Hause zu gehen. An einen Ort in mir, an dem ich mich mit mir wohlfühle. An dem ich das bin, das ich bin. Von dem aus ich in diese Welt hinein agieren kann. Ich stelle mir vor – in Liebe und Mitgefühl mit mir selbst als auch mit allem anderen, sei es Natur, Tier oder Mitmensch. Ihnen, uns, eine mutige Zeit; eine Zeit, der Selbstfindung und -annahme, eine Zeit des inneren Friedens und des Glücks.

Unbeschwert zum Ziel

Fast jeder hat es schon erlebt – das Ziel ist ganz klar vor Augen. Nur, wie kann es erreicht werden? Innere Blockaden entstehen vielfach durch Glaubenssätze, Verhaltensmuster und nicht gelebte Träume.  Von Gisela Biesemeier, psychologische Beraterin & Coach, Warendorf

Diese, meistens vom Unterbewusstsein gesteuerten Mechanismen wirken häufig wie eine Bremse und behindern das Vorankommen, das Erreichen gesteckter Ziele. Vieles, was vom Unterbewusstsein "automatisch" gesteuert wird, beruht auf Erlebnissen der Vergangenheit, die dem aktiven Verstand so nicht mehr präsent sind. Es gilt, sich von diesen Mustern zu lösen, um mit neuem Elan und frischem Mut die gesteckten Ziele zu erreichen. Innere Blockaden und Glaubenssätze lassen sich unter anderem mit Techniken aus dem NLP (Neurolinguistisches Programmieren) auflösen und gewünschte zielfördernde Verhaltensmuster können umgesetzt und gelebt werden. Lampenfieber, unangenehme Situationen und Konfliktgespräche belasten den Alltag weniger, da das NLP auch für derartige Gelegenheiten gute Methoden bietet, um solche Stressfaktoren souverän zu meistern. NLP ist von den drei Begriffen Neuro (die Nerven), Linguistik (Sprache) und Programmieren (zielgerichtete Anordnung von Informationsabläufen) abgeleitet. Das Unterbewusstsein kann so in "neue Bahnen" gelenkt werden, was die Verhaltensmuster und Glaubenssätze verändert bzw. auflöst. In Einzelsitzungen wird die Problemstellung erörtert und es werden individuell die möglichen Techniken ausgewählt, die zum Einsatz kommen können, so dass Schritt für Schritt an der Umsetzung der Ziele gearbeitet werden kann.


Kruse, Eckhard: Der Geist in der Materie

Auch wenn Spiritualität und Wissenschaft in den letzten Jahren viel "Beziehungs-Arbeit" geleistet haben, kommen sie selten zu einträchtigen Ergebnissen. Das liegt vor allem an unterschiedlichen Perspektiven auf die "Realität" – während die einen auf die "innere" Wahrheit schwören, beharren die anderen auf sicht- und messbare Fakten. mehr

Was bleibt und was wird

"Turn and face the strange – ch-ch-changes" sang David Bowie Anfang der 70er-Jahre auf seinem Album "Hunky Dory". Veränderung kann aufregend sein! Und macht uns häufig Angst Von tg

Evolution ist wichtig und geschieht, ohne uns zu fragen. Doch wir möchten gern das bewahren und verteidigen, was wir erreicht haben, vor allem, wenn wir damit zufrieden sind. Das ist prinzipiell nicht falsch, denn eine neu erreichte Stufe des Fortschritts, der kulturellen und sozialen Errungenschaften, der Gesundheit und des Bewusstseins wollen gelebt und verstanden werden, müssen sich tief in uns einprägen, bevor wir innerlich gefestigt darüber hinauswachsen können.

 

Dennoch bringt jede neue Entwicklungsstufe auch Nachteile mit sich, die – wie wir z. B. an der industriellen Ausbeutung der Natur sehen – überdacht und reformiert werden müssen. Es gilt also, gesunde und ungesunde Verhaltensweisen voneinander zu unterscheiden. Wir erkennen, wir lernen, und neue Horizonte tun sich auf. Das bedeutet mitunter eine Menge innerer und äußerer Arbeit. Zu viel Bequemlichkeit lässt uns (geistig, seelisch und körperlich) träge werden.

 

Das Neue kann erfrischen, überraschen, nebulös und verwirrend sein. Es braucht Courage und Offenheit, um trotzdem weiterzugehen.


Spirituelle Menschen sind besonders daran interessiert, mehr über sich selbst herauszufinden. Das Zauberwort heißt Selbstverwirklichung. Dabei geht es u. a. darum, die vorhandenen Talente "freizulegen", durch Selbsterfahrung und Meditation zum göttlichen Kern vorzustoßen, zu dem was zeitlos und ewig währt – ist, dort "angekommen", also Stillstand vorprogrammiert?

 

Nein, wir sollten aber gleichzeitig die Entwicklung in der dualen Welt wahrnehmen, wertschätzen und bewusst fördern: Gott will sich durch uns in der Form erkennen und aktiv entfalten. Hin zu mehr Liebe, Freude, Freiheit, Verantwortung, Verständnis, Komplexität und Ganzheit. Oder, wie Ken Wilber es beschreibt: "Sie haben die Fähigkeit, in Ihrem eigenen Wachstum und in Ihrer Entwicklung das Selbst, die Kultur und Natur zu immer höheren, umfassenderen und tieferen Seinsformen zu entwickeln."

 

Mit unserer Einzigartigkeit tragen wir zum großen Ganzen bei. Das sollte uns Mut machen. Dieser spürbare evolutionäre Impuls, bei dem wir konträren Spannungen ausgesetzt sind und der uns voller Neugier und Schaffenskraft antreibt, uns Schritt für Schritt voranzuwagen, lässt uns willentlich kreative Lösungen suchen, die (auch) über persönliche Interessen hinausgehen. Alles ist miteinander verbunden, ist im Fluss, ist ein ständiger Lernprozess.

 

"Strange fascination, fascinating me ..." Lassen wir uns vom Zauber der Veränderung begeistern. Und schalten wir gleichzeitig unseren gesunden Menschenverstand ein. Wie es der Singer-Songwriter Calvin Russell einmal mit einem Schmunzeln ausgedrückt hat: "Let things happen while making sure some things don’t."


Nichts ändert sich – außer: du änderst dich

Es ist so leicht gesagt – und besonders zum Jahreswechsel, aber auch bei Feststellung einer Erkrankung – "jetzt wird alles anders". Wie soll das gehen? Jahrelange Gewohnheiten sind fest in unseren Lebensalltag "eingraviert". Viele Dinge machen wir mechanisch und immer gleich.  Von Kristina König, HP, Bielefeld

Das fällt erst auf, wenn man es beobachtet. Am besten stellt man seine eingefahrenen Gewohnheiten fest, wenn es nervt, dass der Andere etwas vollkommen anders macht als man selbst und man dann korrigieren oder kritisieren möchte.

 

Irgendein Auslöser ruft bei uns den Wunsch nach Veränderung hervor. Oft ist es ein Strohfeuer. Manchmal stellen wir fest, dass unser Wunsch nach Veränderung für unsere Lebensart nicht einfach realisierbar ist. Aber manchmal ist es einfach zwingend notwendig, etwas zu ändern und manchmal muss es schnell und konsequent passieren.


Das Rad zurückdrehen ist oftmals nicht möglich, aber zu erkennen, etwas muss anders werden, heißt noch lange nicht, dass man weiß wie. Um etwas zu ändern, muss man einen Plan haben, d. h. ohne von der Existenz der Veränderungsnotwendigkeit zu wissen, kann und wird man nichts ändern.

 

Gehen wir einmal davon aus, Sie haben ein Missbefinden ... Ehe man nicht die Ursache kennt, kann praktisch nichts geändert werden. Ja, Sie können Schmerzen mit Schmerzmitteln "kappen". Solange die Ursache dafür bestehen bleibt, wird der Schmerz wiederkommen. Sobald Sie wissen, woher es kommt, können Sie sofort verändernd eingreifen.

 

Es gibt kein Heilverfahren, das heilt – der Körper kann sich nur selbst heilen. Das heißt, ohne die Ursache zu kennen, können wir nichts ändern ... und folgerichtig ändert sich auch nichts. Hört sich erst einmal paradox an, aber wenn Sie den Satz ein paar Mal gelesen haben, verstehen Sie: Nichts ändert sich – außer: du änderst dich.


Ärgern Sie Bekannte oder Nachbarn, sind Sie es, der sich ärgert. Mag es auch am Verhalten der Anderen liegen – aber den Ärger produzieren Sie in sich. Das kann man ändern, in dem man die Sicht auf etwas ändert und nicht für andere die eigenen Maßstäbe ansetzt.

 

Sind Sie krank, können nur Sie etwas ändern und das heißt nicht: Ich gehe zum Arzt, Heilpraktiker, Therapeuten, Psychologen, Physiotherapeuten, Osteopathen usw. ... der wird’s schon richten, und wenn es nicht klappt, dann ist der schuld. „Mein Therapeut kriegt’s einfach nicht mit mir geregelt ...“ Falsche Ansicht! Ich habe nicht verstanden, was er wollte ... oder ich habe die Ratschläge nur halbherzig oder gar nicht berücksichtigt.

 

Dies soll kein Freibrief für Therapeuten sein. Die sind da, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen an Sie weiterzugeben, um Ihnen Gehhilfen für Ihren Veränderungsweg an die Hand/Hände zu geben. Dazu können Hinweise auf Ernährungsumstellung, neue Bewegungsmuster, Seelenpflege, Sozialkontakte oder auch Ruhezeiten das Richtige sein. Oftmals gehören für den Start ins "Etwas ändern" evtl. auch Naturheilmittel, Therapien oder vollkommen andere Lebensmittel dazu. Ausprobieren müssen Sie es und das, was Ihnen gut tut weiterhin regelmäßig in die Tat umsetzen.

 

Dazu gehört manchmal auch, sich von Menschen fern zu halten, die einem nicht gut tun. Reduzieren Sie den Kontakt zu Dingen, die Sie nerven. Sie werden feststellen, es geht Ihnen nach einiger Zeit besser.

Verändere, was du ändern kannst – ertrage, was du (wirklich) nicht ändern kannst und lerne ab sofort das Eine vom Anderen zu unterscheiden.

 

Es ändert sich nur etwas, wenn du dich änderst.


Die Angst vor Entscheidungen: Wie man sie überwindet

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Das blaue oder doch das rote T-Shirt? Nudeln oder Pizza? Zuhause auf der Couch bleiben oder auf die Geburtstagsparty gehen? Tatsächlich fallen einigen Menschen schon solch alltägliche Entscheidungen schwer. Und je gravierender die mit einer Entscheidung verbundenen (oder vermuteten) Veränderungen sind, desto mehr setzen sie sich unter Druck. Zu groß ist die Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen.  Von mars

Auf den Bauch oder den Kopf hören?

 

In fast jeder Situation sind wir dazu gezwungen, eine Entscheidung zu treffen. Manchmal fällt das leichter, manchmal schwerer. Wer allerdings glaubt, dass andere sich von Natur aus „besser“ entscheiden können als man selbst, der täuscht sich – das ist zumindest die Ansicht des Psychologen Tobias Kalenscher: Jeder könne lernen, sich zu entscheiden. Wichtig sei aber, dass man dabei nicht unter Zeitdruck steht: Denn bei Stress werden die Hormone Cortisol und Noradrenalin ausgeschüttet, die Angstzustände begünstigen.

 

Da wir Argumente je nach Tagesverfassung, Stimmung und durch den Einfluss anderer Menschen unterschiedlich bewerten, rät Kalenscher, im Zweifel auf den Verstand zu hören und Entscheidungen erstmal zu überdenken, statt sie spontan und emotional zu treffen. Hilfreich seien auch klassische Pro- und Contra-Listen, um die verschiedenen Möglichkeiten abzuwägen. So kann beispielsweise das Bauchgefühl bei einem neuen Job in einer anderen Stadt noch so gut sein – wenn man sich den Umzug und die Miete am neuen Wohnort nicht leisten kann, dann überwiegen die Nachteile.

Unnötiges Grübeln vermeiden

 

Außerdem müssen Entscheidungen nicht so endgültig sein, wie sie oft erscheinen: Wer sich etwa auf Probe von seinem Partner trennt, der kann nach einer Pause meist besser beurteilen, ob er sich damit besser fühlt, der Beziehung noch eine Chance zu geben oder sie zu beenden. Allerdings ist nach Kalenscher auch zu langes Grübeln hinderlich. Das sehen auch erfolgreiche Prominente so: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg etwa will in seinem Leben möglichst keine unwichtigen Entscheidungen treffen, sondern seine Energie stattdessen lieber dem sozialen Netzwerk widmen. Da selbst kleine Entscheidungen wie die Kleidungswahl Zeit kosten, trägt Zuckerberg nach eigener Aussage jeden Tag Kapuzenpullover und T-Shirts. Männer, die im Job einen Dresscode einhalten müssen und jeden Morgen Stunden vor dem Kleiderschrank verbringen, können sich demnach mit bügelfreien klassischen Business-Hemden aus hochwertigen Materialien und dezenten Farben Nerven und Zeit sparen und diese Energie wiederum in ihren beruflichen Erfolg stecken.

 

Zu lange über die Wahl des Hemdes oder der Schuhe nachzudenken, endet meist damit, dass man sich mit keiner Entscheidung wohlfühlt.

Mut zur Veränderung

 

Andauernd über verpasste Gelegenheiten zu sinnieren, führt letztlich nur zu einem Perfektionismus, der uns schadet – und zwar nicht nur seelisch, sondern auch körperlich. Das kann im schlimmsten Fall eine Decidophobie zur Folge haben, eine Angststörung, die sich in Symptomen wie Herzrasen, Kreislaufproblemen und Bauchschmerzen äußert. Damit es nicht so weit kommt, ist Mut zu Veränderung gefragt.

 

Dabei sollte man sich immer bewusst machen: Das Leben ist eine Abfolge von Entscheidungen und eine Fehlentscheidung beziehungsweise ein Neuanfang ist keine Katastrophe. Manchmal muss man den Sprung ins kalte Wasser wagen, um festzustellen, dass die Möglichkeit der Entscheidung letztlich auch Freiheit bedeutet.


Aufstellungen bringen verborgene Dynamiken ans Licht

Aufstellungen sollen seelische Verstrickungen und gegenseitige Abhängigkeiten in Systemen sichtbar machen. Sie werden auch Aufstellen, Systemisches Stellen, Systemische Aufstellung, Familienstellen oder Familienaufstellung genannt. Aufstellungen finden meistens in kleinen Gruppen statt, deren Teilnehmer nicht miteinander bekannt sind.  Von tg

Am Anfang steht das Problem, das ein Teilnehmer mithilfe der Aufstellung lösen möchte. Dazu wählt er eine oder mehrere Personen der Gruppe aus und stellt diese stellvertretend für einen oder mehrere Familienangehörige im Raum auf. Die "Stellvertreter" äußern spontan, was sie wahrnehmen und fühlen. Erstaunlicherweise lassen sich zum Ausdruck gebrachte Worte, Gefühle und Körperhaltung häufig dem oder den wirklichen Familienangehörigen zuordnen. Man nennt dieses – bislang nicht erklärbare – Phänomen "repräsentierende Wahrnehmung". So besteht die Möglichkeit, ungelöste und unbewusste Konflikte und Traumata im Familiensystem, die mitunter bereits über mehrere Generationen hinweg bestehen, aufzudecken und erfahrbar zu machen. Lösungen können direkt „erprobt“ und durchlebt werden – und heilsame Wirkung für den Einzelnen und das Familiengefüge entfalten.

 

Für Menschen, die Schwierigkeiten haben, in einer Gruppe über ihre Probleme zu sprechen, gibt es z. B. Aufstellungen mit dem Systembrett. Hierbei repräsentieren Holzfiguren das Familiensystem. Konflikte werden sichtbar und greifbar und innerhalb eines geschützten Rahmens im Gespräch mit dem Coach oder der Therapeutin neue Einsichten gewonnen.