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Natural History Museum (Hrsg.): Wildlife Fotografien des Jahres – Portfolio 28

Fotografie

Von tg

 

"Was die Jury sucht, sind Kunstfertigkeit und neue Sichtweisen auf die Natur. Dabei wird größter Wert darauf gelegt, dass die Motive in freier Wildbahn leben und wahrheitsgetreu abgelichtet werden.“


Der vom Natural History Museum in London organisierte internationale Wettbewerb „Wildlife Photographer of the Year“ feiert sein 50-jähriges Bestehen. An der prestigeträchtigen „Weltmeisterschaft der Naturfotografen“ können sowohl Profis als auch Amateure teilnehmen. Die Preisträger in 16 Kategorien (+ 3 „Junge Naturfotografen“), wie „Komposition und Form“, „Unterwasserwelten“ oder „Das Reich der Pflanzen und Pilze“, wurden in diesem Jahr aus mehr als 45000 Bildern, die in 95 Ländern entstanden, ausgewählt. Die 100 besten Bilder werden in einer Wanderausstellung auch in Deutschland zu sehen sein (s. u.). Wer diese nicht besuchen kann oder möchte, erfreut sich im Bildband des Knesebeck Verlags an allen ausgestellten Fotografien – die nicht immer im üblichen Sinne „schön“ erscheinen, denn die Themen Umweltzerstörung und Misshandlung von Tieren werden nicht ausgeklammert. Kurze Texte erklären die Begleitumstände der Aufnahmen, gleichzeitig lernt man etwas über die abgebildeten Motive.


„Wildlife Fotografien des Jahres – Portfolio 28“ vom Natural History Museum (Hrsg.), Knesebeck Verlag, 160 Seiten mit 80 farbigen und 20 schwarz-weißen Abbildungen, Begleittexten und Index.
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Jones, Dylan: David Bowie – Ein Leben

Biografie

Von tg

 

„Jeder Künstler hat seinen Moment, aber welcher Künstler ist schon mehr als einmal für dich da? Schauen Sie, Sie waren vierzehn Jahre alt, als Sie ihn zum ersten Mal gehört haben, dann waren Sie vierundzwanzig, vierunddreißig, vierundvierzig, vierundfünfzig, und er sprach Ihnen immer noch aus der Seele? Verdammt, wer kann das schon von sich behaupten?“ Carlos Alomar


Nicht die erste Veröffentlichung über das Chamäleon der Popkultur, die Stil-Ikone, den genialen Rockstar, Schauspieler, Ausnahmekünstler und Ideensammler (oder wie Kritiker behaupten: Ideendieb). Warum also sollte sich jemand dieses über 800 Seiten starke Buch zulegen? Weil er oder sie Fan ist, klar. Und weil „David Bowie – Ein Leben“ eine Biografie ist, die auch Fans, die eigentlich keine Lust haben, eine Biografie zu lesen, begeistern wird. Denn Bowies Vita wird nicht (nur) aus Sicht des Autors erzählt, sondern erschließt sich aus zahlreichen Interviews. Aus sich bestätigenden, ergänzenden, variierenden und z.T. komplett widersprechenden Meinungen, Perspektiven und Interpretationen von 182 (mehr oder weniger) freimütig berichtenden Menschen – berühmten Musikerkollegen, Kunstschaffenden, Journalisten, Wegbegleitern, Familienangehörigen, Geliebten, weniger bekannten Freunden und Freundinnen ...


Natürlich geht es viel um Sex and Drugs and Rock ’n’ Roll, um Klatsch und Tratsch. Um Bowies Spiel mit Geschlechterrollen, seiner vermeintlichen, familiär bedingten Angst davor, verrückt zu werden. Dabei sieht sich jede/r der Interviewpartner und -partnerinnen ein wenig selbst im Spiegel der (bewussten) theatralischen Gaukelei des David Bowie. Und kaum reißt einer das Denkmal ein, errichtet es der nächste augenblicklich neu. Hier und da blitzt der Mensch hinter der Maske des David Bowie auf, und gerade dann wird es es interessant, intim und anrührend. Wenngleich David Robert Jones nie ganz zu greifen ist und so in der Erinnerung vor allem Major Tom, Ziggy Stardust oder der Thin White Duke bleiben wird, ein Außerirdischer, der viele von uns, wie kein Zweiter, in seinen Bann zieht. Seitdem wir vierzehn sind, vierundzwanzig, vierunddreißig ...


„David Bowie – Ein Leben“ von Dylan Jones, Rowohlt Verlag, 816 Seiten.

Liebscher-Bracht, Roland & Dr. med. Bracht, Petra: Deutschland hat Rücken

Ratgeber

Von anlö

 

„Wie es so weit kommen konnte. Warum jetzt Schluss damit ist. Was Sie selbst dagegen tun können.“


Rückenschmerzen ist die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland. Bewegungsmangel und viel zu viel Sitzen sind dafür die Hauptgründe, die ja mittlerweile auch ziemlich bekannt sind. Doch was die beiden Autoren und Schmerzspezialisten Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht mit ihrem Buch auf die Beine gestellt haben, ist wirklich lesenswert. Denn hier wird grundlegendes Wissen über die Anatomie und Physiologie des Rückens und der Wirbelsäule vermittelt. Der Leser erfährt Wichtiges über das Zusammenspiel der Gelenke, Muskeln und Faszien und alles darüber, wie Rückenschmerzen überhaupt entstehen. Laut Liebscher-Bracht sind sie fast alle durch Fehlhaltungen und einseitige Bewegungen „selbst antrainiert“. Das heißt aber auch, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, sich ungünstiges Körperverhalten auch wieder abzugewöhnen.


Die Inhalte sind logisch und klar aufgebaut und werden in sehr persönlicher Ansprache vermittelt. Man merkt, dass es den Autoren wichtig ist, dass die Leser verstehen, wie alles zusammenhängt. Erst dann ergeben die Übungen Sinn und man ist motiviert, sie auszuprobieren. Zusätzlich werden in einem Bonuskapitel die selbst entwickelte „Light-Osteopressur“ und „Faszien-Rollmassage“ vorgestellt. „Mit diesem Buch möchten wir Ihnen alles Wissen zur Verfügung stellen, das Sie brauchen, um sich bei Rückenschmerzen selbst helfen zu können.“ Dazu gibt es auch die Mitmach-Videos im Internet, damit Übungen korrekt durchgeführt werden können.

 
„Deutschland hat Rücken“ von Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht, Mosaik Verlag, 399 Seite.      

Luijpers, Wim: Nie wieder Rückengymnastik mehr

Michel, Katarina und Peter: Das universelle Heilungsfeld mehr



Martiny, Lilia Christina: Mondschwester

Frau

Von anlö

 

„Schwester, lass uns gemeinsam wandern. Mit Freude und Staunen. Wie ausgelassene Kinder. Junge Mädchen. Würdig wie weise Frauen. Lass uns unsere Welt entdecken und uns an das erinnern, was wir sind. Komm mit mir. Ich kann dir nichts versprechen. Doch vielleicht, wenn du dein Herz ganz weit öffnest, erfasst ES dich genauso wie mich.

 

Die Autorin Lilia Christina Martiny spricht die Leserinnen in persönlicher Sprache direkt an und lädt dazu ein, wirklich ehrlich und aufrichtig mit sich selbst und anderen Frauen zu sein. Im Fokus des Buches steht, wie eine „heilende Verbindung unter Frauen“ möglich werden kann, wie Neid, Konkurrenz und heimliche Angst erkannt und erlöst werden können.

 

Dazu werden die Beziehungsstrukturen zwischen Mutter und Tochter, Schwestern und Freundinnen beleuchtet, denn sie haben mit den Prägungen zu tun, wie wir uns Frauen gegenüber verhalten. Oft genug sind diese Beziehungen belastet. Übungen, Meditationen und innere Reisen machen mit den heilenden Kräften vertraut, die im Inneren jeder Frau und in der Verbindung von Frauen verborgen liegen. Dabei wird allen weiblichen Facetten Raum gegeben, dem Schönen, Sanften und Verletzlichen genauso wie dem Freien, Wilden und Verrückten.

 

Ein Buch für Einsteigerinnen auf dem weiblichen Weg! Es gibt viele Impulse für ein Miteinander von Frauen, das von Respekt, Liebe und Mitgefühl getragen ist. Es ist eine wirklich wichtige Sache, dass wir Frauen uns aus der Vereinzelung heraustrauen und unser Herz für unsere Schwestern auf dem weiblichen Weg öffnen.

 

„Mondschwester – Heilende Verbindung unter Frauen“ von Lilia Christina Martiny, Schirner Verlag, 182 Seiten.

Strömer, Luisa & Wünsch, Eva: Ebbe und Blut mehr

Dr. med. Bartens, Silke & Werner: Frauensprechstunde mehr

Dr. Phil. Quarch, Christoph: Nicht denken ist auch keine Lösung

Philosophie

Von tg

 

„Nichts steht guten Entscheidungen so sehr im Wege wie ein unzureichendes Verständnis dessen, was Entscheidungen eigentlich sind – was bei ihnen vorgeht, woran sie Maß nehmen, wer sie trifft.“ Wie findet man heraus, was man eigentlich will? Welche innere Instanz weist uns den richtigen Weg? Der Verstand, der Bauch, das Herz, das Gehirn? Und – haben wir einen freien Willen?"

 

Diesen und anderen Fragen geht Christoph Quarch tiefsinnig und anwendungsorientiert auf den Grund und nimmt dabei die Leser mit auf eine philosophische Reise.

 

Im ersten Teil geht es um die Philosophie des Entscheidens. Da am Anfang aller Entscheidungsfindung die Selbsterkenntnis steht, wird erörtert, wer überhaupt was, wie und warum entscheidet. Dazu werden Adam und Eva und die „alten Griechen“ (Herakles, Paris, Alkestis, Odysseus ...) herangezogen, aber auch moderne wissenschaftliche Erkenntnisse über unser Bewusstsein, über „Hormone, Hirne, Hardware“ und virtuelle Selfiewelten.

 

Anhand diverser Fallbeispiele von Konfliktsituationen benennt der Autor im zweiten Teil die Entscheidungshelfer für möglichst praxistaugliche Lösungen. Dabei wird deutlich, wann es sinnvoll ist, dass das subjektive Ich strategisch und zweckmäßig „für den Hausgebrauch“ die Richtung vorgibt, wann das Herz erahnt, was wirklich guttut oder die Seele die ausschlaggebenden Impulse setzt.

 

Das Buch möchte dazu beitragen, „Wie Sie gute Entscheidungen treffen“. Der Aufbau des Ratgebers, das Heranführen an die Erkenntnis, dass Entscheidungen letztlich unberechenbar und frei sind und jedem Algorithmus spotten, ist klar und schlüssig.  Auch wenn der Schreibstil, obwohl vorwiegend unterhaltsam, doch ab und zu etwas „trocken“ ist, so gibt „Nicht denken ist auch keine Lösung“ in jedem Fall eine Vielzahl von guten Anregegungen, die helfen, das eigene Handeln zu prüfen, sich selbst besser kennenzulernen und weiterzuentwickeln: „Werde, der du bist! Sei ein ganzer Mensch, ein schöner Mensch, ein wahrer Mensch – erblühe zu voll entfalteter Lebendigkeit und trage Frucht für diese Welt!“

 

„Nicht denken ist auch keine Lösung“ von Dr. Phil. Christoph Quarch, Gräfe und Unzer Verlag, 208 Seiten.

Shannon, Jennifer: Lieber Kopf, wir müssen reden

Ratgeber

Von tg

 

„Egal ob Sie sich von einem spezifischen Problem befreien möchten, wie ich von meinen Panikattacken, oder einfach nur ein erfülltes, gelungenes und friedvolles Leben anstreben, das Werkzeug, dass sie dazu benötigen, ist das gleiche.“

 

Jeder Mensch kennt Ängste, Sorgen und Stress. Nehmen sie exzessiv Überhand, werden sie zur (gefühlten) Bedrohung, die in der Realität nicht (oder zumindest nicht in dieser Form) besteht und unser Leben massiv einschränkt. Versuche, der (gefühlten) Bedrohung mit den „üblichen“ Reaktionsmustern Widerstand, Vermeidungsstrategien oder Ablenkungsmanövern Einhalt zu gebieten, senden dem Gehirn die falschen Signale, im Gegenteil, wir geben dem Affen Futter und machen das Ganze nur schlimmer – ein furchtbarer Kreislauf, dem wir uns ohnmächtig ausgeliefert fühlen. Doch es ist möglich, den „Affengeist“ zu beruhigen und den Teufelskreis zu durchbrechen. Wie, das erklärt die selbst von einer Angststörung betroffene Psychotherapeutin für kognitive Verhaltenstherapie Jennifer Shannon klug, liebevoll und fachkundig in diesem gut strukturierten und empfehlenswerten Selbsthilfebuch.


Ausgehend von drei grundlegenden angstauslösenden und unerreichbaren Maßstäben der „Affengeist-Denkweise“ („Ich muss zu hundert Prozent sicher sein“, „Ich darf keine Fehler machen“, „Ich bin für jedermanns Glück und Sicherheit verantwortlich“) entwickelt Shannon (Expansions-)Strategien, die sofort umsetzbar sind, dank Zielsetzung, Planung, Risikomanagement und dem richtigen Strategiemix. Fallbeispiele zeigen, es ist möglich, Ungewissheit zu ertragen, Perfektionismuss und übertriebenes Verantwortungsbewusstsein abzulegen. Frustrierenden und übermächtig erscheinenden Problemen werden Chancen, Werte und eine expansive Denkweise entgegengestellt. Jedes Kapitel endet mit „Lektionen zum Mitnehmen“, die abschließend zu elf Schlüssellektionen zusammengefasst werden. Es gilt, Ängste und Sorgen willkommen zu heißen und Resilienz zu entwickeln. Denn: „Mit der mentalen Widerstandskraft gegenüber Ängsten und Sorgen sind Sie in der Lage, Ihr Recht auf Seelenfrieden und volle Präsenz in jedem Augenblick des Tages einzufordern.


„Lieber Kopf, wir müssen reden – Wie Sie sich von Ängsten, Sorgen und Stress befreien“ von Jennifer Shannon, Scorpio Verlag, 199 Seiten.



Seifarth, Renate: Heile das Kind in dir

Ratgeber

Von tg

 

„Wie wollen wir andere lieben, wenn wir uns selbst nicht offen begegnen können? Deswegen beginnt eine tiefe, umfassende Liebe zu anderen mit uns selbst.“

 

Jeder Mensch sehnt sich nach Wertschätzung. Doch was macht es so schwierig, sich selbst zu lieben ...?

 

Warum kritisieren wir uns selbst oft so unerbittlich, warum haben wir den Eindruck, nicht gut genug zu sein, egal, wie sehr wir uns bemühen, egal, was wir auch tun? Liegt es an unserer – vermeintlich oder tatsächlich – unglücklichen Kindheit, die immer in uns präsent ist? Und sind wir dem hilflos ausgeliefert?

 

Die Biologin und Mediationslehrerin Renate Seifarth beschäftigt sich intensiv mit buddhistischer Meditation und der Heilung des inneren Kindes. In ihrer aktuellen Veröffentlichung beschreibt sie anhand von Beispielen, wie sich Wunden aus der Kindheit manifestieren können. Sie wirken sich aus in Persönlichkeitsanteilen, Reaktionsmustern, Glaubenssätzen und Überzeugungen über uns und die Welt und machen sich in vielen Situationen, meistens unbewusst, bemerkbar. Deshalb ist es wichtig, unbewusste Strukturen und destruktive Prägungen wahrzunehmen und zu lernen, zwischen „dem Eindruck des Kindes und der Realität zu unterscheiden“. Das kann sehr schmerzhaft sein, ist aber der erste heilsame Schritt, sich von alten Lasten zu befreien und unsere Liebenswürdigkeit zu entdecken. Unser verletztes inneres Kind wird uns stets begleiten, wir sollten es annehmen und voller Mitgefühl umarmen.

 

Meditationen, Übungen zur Achtsamkeit und Körperwahrnehmung, die Praxis der liebenden Güte und die Entfaltung heilsamer Qualitäten unterstützen dabei, das „Wundermittel“ einer tief in uns verborgenen Quelle, das liebende Herz, zu öffnen. Wir können zwar nicht alles, aber doch einiges „nachholen“ und zu wachen, integeren und warmherzigen Individuen werden. „Wir schaffen eine offene, liebevolle Atmosphäre, in der wir Fehler machen dürfen, versagen dürfen und unsere Wünsche verwirklichen dürfen.“


Ein gutes Buch, das nicht nur von Liebe erzählt, sondern sie spürbar verströmt.

 

„Heile das Kind in dir – Mit Achtsamkeit und Mitgefühl sich selbst befreien“ von Renate Seifarth, O.W. Barth Verlag, 240 Seiten.                   

Gerster, Petra & Nürnberger, Christian: Die Meinungsmaschine

Medien

Von tg

 

"Die Regeln, nach denen Informationen ausgewählt und gesichtet werden, sind nichts ewig Gültiges. Sie ändern sich mit der Zeit, und Sie als Leser, Hörer, Zuschauer wirken an der Regeländerung mit – durch den Ausschaltknopf, den Kauf einer Zeitung, Ihre Briefe an die Redaktion, Ihre Kommentare in den sozialen Medien ..."

 

Medien helfen uns bei der Orientierung in einer immer komplexer werdenden Welt. Doch kann man sich noch auf die "Sauberkeit" der dort angeboteten „geistigen Lebensmittel“ verlassen, ihnen bedenkenlos trauen? Heute wird dies, morgen das behauptet, bei Twitter und Facebook kontrovers diskutiert und kommentiert und mit Lügen, Verschwörungstheorien, Hasstiraden, Fake News, PR und Propaganda garniert. Ergebnis: Viele Mediennutzer sind verwirrt, pauschal misstrauisch und haben das (z.T. berechtigte) Gefühl, in einer Desinformationsgesellschaft zu leben. Muss der Staat eingreifen, damit die Demokratie nicht durch falsche und gefälschte Informationen zugrunde geht? Oder wird der Markt, den Weltkonzerne wie Amazon, Apple, Facebook und Google beherrschen, das schon regeln? Diesen und weiteren unbequemen Fragen gehen ZDF-Moderatorin Petra Gerster und Publizist Christian Nürnberger nach. Anhand von aktuellen Beispielen erklären sie fundiert, differenziert und leidenschaftlich, wie "Die Meinungsmaschine" funktioniert, was sie antriebt, wer sie bedient, "wie Informationen gemacht werden – und wem wir noch glauben können".

 

Medienkompetenz müssen wir uns selbst ein Stück weit erarbeiten, indem wir verlässliche, seriöse Quellen von dubiosen unterscheiden lernen und uns, so simpel das auch klingen mag, unseres eigenen Verstandes bedienen.

 

Am Ende ihres empfehlenswerten Buchs geben die beiden Autoren den Leserinnen und Lesern acht wichtige Regeln für Mediennutzer mit auf den Weg und machen der Zeitung und den "Zwangsgebühren" eine Liebeserklärung, denn: "Guter Stoff führt zu Bildung, Aufklärung, Kritik, Humanismus und wissenschaftlichem und gesellschaftlichem Fortschritt. Er stärkt und erhält den Rechts- und Sozialstaat, die Demokratie und die Meinungsfreiheit".

 

"Die Meinungsmaschine" von Petra Gerster und Christian Nürnberger, Ludwig Verlag, 380 Seiten.

Christian Nürnberger: Die Diktatur der Ökonomie beenden – Das ZEITENWENDE-Interview mehr

Wilber, Ken: Integrale Meditation

Ken Wilber

Von tg

 

"Vom Einen habe ich die Freiheit, von der Vielfalt die Fülle. Wenn beide miteinander tanzen, steigt aus meinem Herzen die tiefste Freude auf, die überhaupt vorstellbar ist, steigt auf und mischt sich mit dem Licht des Universums, um dann wieder einzutauchen und sich in meinem Bauch zu sammeln, dem Quell des irdischen Lebens aller Dimensionen."

 

In seinem integralen Ansatz bringt Ken Wilber die beiden großen "Arten von Wachstum und Entwicklung", die gleichzeitig zwei Formen des spirituellen Engagements darstellen, miteinander in Beziehung. Das ist zum einen der "klassische“" Weg der Erleuchtung, den die alten Traditionen beschreiben, der fünf "Zustands-Stufen" umfasst und in der Erfahrung des nondualen Zustands der Einheit gipfelt. Zum andern ist das der erst in neuerer Zeit von verschiedenen Schulen der modernen westlichen Entwicklungspsychologie entdeckte Weg der (Bewusstseins-)Evolution, auf dem zum jetzigen Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte (zumeist) acht „Struktur-Stufen“ – von archaisch bis super-integral – erkennbar sind, die zu immer mehr Ganzheit, Inklusion, Bewusstsein, Liebe und Fülle führen. Erst beide Wege zusammen, der des "Aufwachens“" und der des "Aufwachsens", machen uns zu möglichst vollständigen und reifen Individuen.

 

Wilber erklärt, wie man durch eine integrale Achtsamkeitspraxis verborgene "Landkarten" ans Licht bringt und subjektive Strukturen objektiviert. Im Zusammenwirken mit dem Zeuge-Bewusstsein werden so immer höhere Strukturen erreicht und höchste Zustände erfahren. Dazu gibt es für die Leserinnen und Leser sofort umsetzbare Übungen. Für das "Gesamtbild von allem, was ist" veranschaulicht Wilber, wie drei weitere Aspekte (zu den bereits erwähnten Zuständen und Stufen/Ebenen) den integralen Ansatz vervollständigen: Quadranten ("Auftauchen"), Linien (oder "Intelligenzen") und Typen. Zugleich wird das „Aufräumen“, wie z. B. "Schattenarbeit", empfohlen.

 

Wilber versteht es, auf verständliche, präzise, poetische und inspirierende Art nicht mehr und nicht weniger als ein ganzheitliches Weltbild zu entwerfen, in dem wir "wachsen, erwachen und innerlich frei werden" können. Mit "Integrale Meditation" ist ihm schlichtweg wieder ein großartiges, wichtiges Buch gelungen.

 

"Integrale Meditation" von Ken Wilber O.W. Barth Verlag, 303 Seiten.

Mehr Bücher von Ken Wilber



Vaas, Rüdiger: Einfach Einstein!

Physik

Von tg

 

"Man kann nicht anders, als die Geheimnisse von Ewigkeit, Leben oder die wunderbare Struktur der Wirklichkeit ehrfurchtsvoll zu bestaunen." Albert Einstein, der kauzige Popstar der Physik, hat mit der Relativitätstheorie – im speziellen und allgemeinen – unsere Vorstellungen über Raum und Zeit auf den Kopf gestellt ...

Seine berühmte Formel E = mc² kennt mittlerweile jedes Kind. Doch was genau verbirgt sich hinter dieser simpel erscheinenden Gleichung, und was bedeutet sie für unseren Alltag? Der Wissenschaftsreporter, Astronomie- und Physik-Redakteur Rüdiger Vaas hilft den LeserInnen auf die (Quanten-)Sprünge, erklärt gebundene und entfesselte Energie, Nah- und Fernwirkungen, Längenverkürzung und das Zwillingsparadoxon. Das anschließende Einstein-Quiz lässt sich (relativ) gut lösen. So werden "geniale Gedanken schwerelos verständlich"...

"Einfach Einstein!" von Rüdiger Vaas, Sachbuch, mit Zeichnungen von Gunther Schulz, Kosmos Verlag, 128 Seiten, € 14,99.


Kruse, Eckhard: Der Geist in der Materie

Bewusstsein

Von tg

 

Auch wenn Spiritualität und Wissenschaft in den letzten Jahren viel "Beziehungs-Arbeit" geleistet haben, kommen sie selten zu einträchtigen Ergebnissen. Das liegt vor allem an unterschiedlichen Perspektiven auf die "Realität" – während die einen auf die "innere" Wahrheit schwören, beharren die anderen auf sicht- und messbare Fakten.

Der Naturwissenschaftler Prof. Dr. Eckhard Kruse plädiert in diesem Buch für vorurteilfreie Geistesforschung, die dem verborgenen Wirken einer intelligenten Kraft hinter allen materiellen Prozessen nachspürt. Mit vielen Zeichnungen und in lockerer Sprache, lässt der Autor "Eso" und "Schuwi" aufeinander los und macht Missverständnisse, Schwächen und Stärken deutlich. So ist "Der Geist der Materie" eine humorvolle und zugleich ernsthafte Aufforderung zu Bewusstseinsentwicklung, Neugierde, Veränderung und Toleranz.

"Der Geist in der Materie – Die Begegnung von Wissenschaft und Spiritualität" von Eckhard Kruse, mit vielen Skizzen und Diagrammen, Crotona Verlag, 302 Seiten.

Ingrisch, Lotte & Prof. Dr. Rauch, Helmut: Der Quantengott

Philosophie

Von tg

 

"„Nichts „Alle Zeitalter, alle Kulturen berichten vom Licht, das die Sterbenden sehen und für ihren jeweiligen Gott halten. Aber dieses Licht sind sie selbst! Es tritt aus ihren eigenen Zellen. Man nennt es Biophotonen, und es könnte der Mittler zwischen Seele und Körper sein.“

 

Was kommt dabei heraus, wenn Kopf und Bauch, Herz und Verstand, linke und rechte Gehirnhälfte, Fantasie und (beweisbare) Wirklichkeit, Übersinnliches und Wissenschaft einen lebendigen respektvollen, philosophischen und kritischen Dialog miteinander führen? Ein Buch wie dieses ...

"Der Quantengott" würfelt vielleicht doch. Darin sind sich die österreichische Schriftstellerin und "jenseitige Spaziergängerin" Lotte Ingrisch und der mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigte "experimentelle Physiker" Prof. Dr. Helmut Rauch einig. In ihren Gesprächen, E-Mails und Briefwechseln spielen sie sich gegenseitig den Ball zu und regen einander zu weiterführenden Gedanken an. Lotte Ingrischs bestimmendes Thema ist (das Leben und) der Tod. In sehr persönlichen Geschichten, in denen ihr verstorbener Mann, der "Componist" Gottfried von Einem, eine wichtige Rolle spielt, erzählt sie von unerklärlichen Phänomene, außerkörperlichen Erfahrungen, Kontakten und Begegnungen mit Verstorbenen, Geistern, von ihren Antennen ins Jenseits. Helmut Rauch ordnet ihre mystischen und transzendenten Erlebnisse ein und erkennt Analogien zur Quantenphysik. So wird auf inspierende Weise vemittelt, was dem "normalen Menschenverstand unerklärlich erscheinen" mag und den Eindruck hinterlässt, "dass wir ein vollständiges Verstehen nicht erreichen können". Feste Gesetzmäßigkeiten werden von Paradoxien, das Entweder-oder vom Sowohl-als-auch abgelöst. Und einstimmig bestätigen der Quantenphysiker und die Hellsichtige: "Es gibt uns an verschiedenen Stellen des Raumes und der Zeit".

"Der Quantengott – Dialog über eine Physik des Jenseits" von Lotte Ingrisch und Prof. Dr. Helmut Rauch, Nymphenburger Verlag, 224 Seiten.

Hagelüken, Alexander: Das gespaltene Land

Ratgeber

Von tg

 

"Dieses Buch untersucht, wie Ungleichheit die Bundesrepublik durchdrungen hat und ein politisches Erdbeben auslöst. Und es analysiert, mit welcher Politik sich mehr sozialer Ausgleich erreichen lässt."

Alexander Hagelüken ist als leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung für Wirtschaftspolitik zuständig. Seine Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Realität ist so präzise wie düster – "Deutschland ist heute ein gespaltenes Land", denn schon zu lange profitieren "vor allem jene, die schon haben". Während der Großteil der Deutschen, nach Jahren des "Booms", als "Habenichtse" dasteht.

Man muss keine Nachrichtensendungen oder politisches Kabarett verfolgen, um zu begreifen: die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer, Kinderarmut nimmt zu, vielen Menschen droht Altersarmut, ein sicherer Arbeitsplatz und angemessener Lohn sind für die meisten nur noch Fremdwörter, und wie lange jemand lebt, ist "eine Frage des Geldbeutels". Und das in einem Land, das als Exportweltmeister gilt. "Gewinnexplosion, Millionen für Manager, Steuersenkungen für Reiche und ein karger Sozialstaat: Aus diesem Mix entsteht Ungleicheit", konstatiert Hagelüken. Und: "Es ist wichtig zu verstehen, dass die Politik diese Entwicklung bewusst hinnimmt." Was weitere  bedrohliche Auswirkungen hat: "Die Populisten sind so erfolgreich, weil die etablierten Parteien versagen. Sie ignorieren die Unzufriedenheit der Menschen, die mit stagnierenden Einkommen und Abstiegsängsten der Mittelschicht zusammenhängt".

Damit es nicht zum großen Knall kommt, sind Umsteuern, ein neuer Gesellschaftsvertag, ein entschiedenes Programm gegen Ungleichheit erforderlich. Dazu gibt es konkrete Vorschläge des Autors. So sollten Normalverdiener mehr Netto behalten, Schlupflöcher geschlossen, Vermögen ernsthaft besteuert, Machtmissbrauch am Arbeitsmarkt gestoppt, Sackgassen zu Chancen werden. Eine neue Bildungs- und Sozialpolitik muss her. Ein Staat als Partner, der Benachteiligte fördert, Angst vor Abstieg und Alter wirklich ernst nimmt, kann einer Spaltung entgegenwirken und politische Unruhen verhindern. Er muss es nur tun.

"Das gespaltene Land – Wie Ungleicheit unsere Gesellschaft zerstört – und was die Politik ändern muss" von Alexander Hagelüken, Knaur Verlag, 236 Seiten.



Lovelook, James: Die Erde und ich

Wissenschaft

Von tg

 

"Wir haben das Potenzial, in einem so großen Umfang Gutes oder Böses zu tun, dass davon nicht nur unsere unmittelbare Umgebung betroffen ist, sondern die ganze Welt."

Dieses schön gestaltete Buch vereint ökologische Vordenker wie Wissenschaftler, (Umwelt-)Forscher, Astronomen und Journalisten, die – nach einem Konzept von James Lovelock, dem Urheber der Gaia-Theorie – in 12 kurzen Artikeln fachübergreifend zu den Oberthemen "Gaia, die lebende Erde" und "Homo Sapiens und das Anthropozän" ihre Ansichten über die Zukunft der Menschheit "auf unserem geplagten, sich wandelnden Planeten zum Ausdruck bringen". Dabei geht der Blick vom Kleinen, "drinnen im Atom", bis zum Großen, "draußen im Weltall", wird die "Patientenakte der Erde" geöffnet, werden allgemeinverständlich Fragen nach freiem Willen und Verantwortung gestellt.

"Die Erde und ich" bietet – für junge und ältere Leserinnen und Leser – interessante Anregungen und Sichtweisen, die auch kritisch diskutiert werden sollten, wie etwa die Meinung des politischen Philosophen John Gray, Kernkraft, genetisch veränderte Lebensmittel und Urbanisierung seien unumgänglich für unser Überleben.

"Die Erde und ich" von James Lovelook et al., mit Illustrationen von Jack Hudson, Taschen Verlag, 168 Seiten.

Norris, Gunnila: Schenk dir Stille

Entspannung

Von anlö

 

Alltag, Berufsleben, die äußere Welt mit ihren Reizen und Veränderungen stellen hohe Anforderungen an uns. Wir sollen stets flexibel, erreichbar, belastbar sein. Dabei bleiben wir selbst häufig "auf der Strecke" und können schlecht abschalten, loslassen, entspannen. Aber wir sehnen uns nach Stille – und fürchten uns doch gleichzeitig davor.

Mit "Schenk dir Stille" möchte Gunilla Norris Leser und Leserinnen einladen, innezuhalten und ihre Mitte zu finden, denn dort "herrscht die immerwährende, allumfassende und strahlende Stille." Die Kapitel bauen aufeinander auf. Im ersten geht es darum, über Unzufriedenheit, Sehnsucht und den Schatz der Zeit zu reflektieren, im zweiten um die "ersten Schritte", das Stärken des Willens, die Bejahung von Ambivalenz. Die Meditationspraxis wird im dritten Kapitel beschrieben, und im vierten dazu ermuntert, die Erfahrung der inneren Schau mit anderen zu teilen, was "ein Bewusstseinsfeld, geprägt von Wachheit und Klarblick" erzeugt.

"Schenk dir Stille – Eine Einladung zum Innehalten" von Gunilla Norris, E-Book, Integral Verlag, 112 Seiten.

Müller-Oerlinghausen, Bruno & Kiebgis, Gabriele Mariell: Berührung

Berührung

Von anlö

 

Warum wir sie brauchen und wie sie uns heilt - diesen Fragen gehen die Autoren Bruno Müller-Oerlinghausen und Gabriele Mariell Kiebgis äußerst gründlich nach. Sie zeigen anhand wissenschaftlicher Forschungstätigkeiten und -ergebnissen, dass durch Berührungen nicht nur die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Denn Berührungen können noch viel mehr: sie verbinden uns mit anderen, stellen Beziehungen her, fördern unsere Sensibilität und können therapeutisch eingesetzt werden. Das Hauptaugenmerk der Autoren liegt hier auf den sog. psychoaktiven Massagen, die sie erfolgreich bei Depressionen und Angstzuständen anwenden.


Das Buch zeichnet sich durch eine klare, wissenschaftliche Sprache aus, erklärt die komplexen Zusammenhänge zwischen Haut und Gehirn und ist somit v. a. für LeserInnen geeignet, die mit Berührung professionell und therapeutisch arbeiten. Aber auch der interessierte Laie findet hochinteressante Informationen und Übungen, um sein eigenes Gefühl für Berühren und Berührtwerden zu entdecken, zu verfeinern und zu beleben.

Berührung
Warum wir sie brauchen und wie sie uns heilt von Bruno Müller-Oerlinghausen und Gabriele Mariell Kiebgis, Ullstein, 288 Seiten.



Toegel, Johannes: Weihnachten für Erwachsene

Weihnachten

Von anlö

 

Ein Weihnachtsbuch der besonderen Art, geschrieben nicht in Kapiteln, sondern in musikalischen Sätzen wie eine Sinfonie. Es möchte eine Anregung sein, sich mit Weihnachten auf vielen "Ebenen der Seele" gleichzeitig zu befassen ...

Denn "Weihnacht ist ein Mysterium, ein Geheimnis ... Man kann das Thema nur umspielen, umkreisen, immer wieder aufnehmen und dann loslassen." Es gilt, verborgene Schätze zu entdecken. Die Sehnsucht, zum Wesenskern der Weihnachtsgeschichte vorzudringen, ja ihn vielleicht sogar lebendig werden zu lassen, treibt den Autor Johannes Toegel an. Er lädt ein, "ohne alle Vorurteile neu anzufangen, den Sinn des Festes" zu erleben, und das als erwachsener Mensch zu tun. Hier geht es also nicht um die Weihnacht, wie wir sie als Kinder erlebten. So ist es sehr interessant, wie der Autor die Weihnachtsgeschichte auffaltet, spannend neu erzählt, ohne das Wesentliche zu verändern. Und wie wunderbar, wenn er am Ende schreibt, dass er es nicht geschafft hat, "aus dem Buch etwas Harmloses ... und Leichtes zu machen." Denn das Thema führt in die "Tiefen und Höhen einer Entwicklung ..., die uns seit Jahrtausenden durchdringt." Und das ist nicht mehr und nicht weniger, als die Anwesenheit Gottes in uns willkommen zu heißen und zum Leuchten zu bringen.

"Weihnachten für Erwachsene" von Johannes Toegel, styria premium, 147 Seiten.

Bürglin, Ralf: Sie sind wieder da

Tierwelt

Von anlö

 

Bär, Luchs und Wolf erleben. Die Wildnatur kommt zurück in unser Leben! Was die einen mit Begeisterung erfüllt, macht anderen Angst. Die Zeitungen sind z. Z. voll mit Diskussionen über die Rückkehr des Wolfes. Hier kann das Werk einen sehr guten Beitrag zur Aufklärung leisten.

Ralf Bürglin ist in ganz Europa gereist und hat fantastische Bilder mitgebracht. Hochinteressant ist es zu lesen, wie andere Länder mit den Großen Drei umgehen.

In Zusammenarbeit mit führenden Biologen ist ein Buch entstanden, welches die naturwissenschaftliche Seite mit emotionalen Aspekten verbindet. Denn dem Autor liegt es am Herzen, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch tieferes Verständnis und Freude an der Vielfalt der Schöpfung. Dazu muss der Mensch mal hinaus in die Natur! Gegliedert nach Nationalparks in den verschiedenen Ländern gibt es jede Menge Infos über geführte Touren, um die Großen Drei in freier Wildbahn zu erleben.

"Sie sind wieder da – Bär, Wolf und Luchs erleben" von Ralf Bürglin, Kosmos Verlag, 159 Seiten.

Courtenay, Elfie: Endlichkeit und Ewigkeit

Sterben

Von anlö

 

Trotz der großen Bedeutung unserer individuellen Lebens-Entfaltung gilt für uns alle die gleiche unumstößliche Wahrheit, nämlich dass wir geboren werden und eines Tages diese Welt wieder verlassen werden ..." Wir erinnern uns (normalerweise) nicht an unsere Geburt. Und das Sterben verdrängen oder ignorieren wir gern. Doch das war nicht immer so in der Geschichte der Menschheit.

Elfie Courtenay schildert in "Endlichkeit und Ewigkeit", wie unsere Vorfahren mit Sterben, Tod und Trauer umgingen. Dabei spielten Mythen, Aberglaube, Magie, Rituale und Bräuche eine wichtige Rolle, z. B. bei den Kelten und Germanen.

Der Blick zurück soll Leserinnen und Leser dazu inspirieren, sich dem Tod furchtlos anzunähern, Wege zu erkennen, die den Abschied erleichtern können, und alte Traditionen in eine stimmige Sterbe- und Trauerkultur für unsere Zeit zu integrieren. Die Autorin beleuchtet zudem ethische Gesichtspunkte und wendet sich Themen zu wie außerkörperliche Erfahrung, Reinkarnation, den Ort der Ruhe oder die Ausgestaltung einer Trauerrede. Ihr ermutigendes Fazit: Wenn wir die Zusammenhänge des Lebens tiefer verinnerlichen und es als ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen begreifen, "dann verliert auch der Tod seinen Schrecken."

"Endlichkeit und Ewigkeit – Den Übergang gestalten: Ahnenwissen und alte Bräuche rund um Sterben und Tod" von Elfie Courtenay, mit 27 Abbildungen in Schwarz-Weiß, Ansata Verlag, 240 Seiten.