Liebe – was ist das?

Es weiß doch eigentlich jeder, was Liebe ist ... Und doch kommt es beim Thema Liebe immer wieder zu Missverständnissen ... Meistens ist das Wort Liebe für die Beziehung zwischen zwei Menschen reserviert – häufig als Liebe in Verbindung mit (sexueller) Anziehung. Schon in einer Beziehung fällt auf – mitunter erst nach Jahren –, dass beide Partner Liebe anders definieren, anders empfinden. Dann gibt es die Liebe, die sich auf den Kreis der Familie und der Freunde erweitert. Auf die Natur, Gott/Göttin, die gesamte Schöpfung. Menschen lieben ihre Arbeit, Filme, Musik, Fußball, Erdbeereis, Engel. Die Liebe für etwas, Liebe an sich lässt uns (über uns hinaus) wachsen. Liebe ist häufig an Bedingungen geknüpft, an Erwartungen – wir wollen geliebt werden. Und wie sieht es mit der Liebe zu uns selbst aus? Liebe wird in Handlungen ausgedrückt. In der Nächstenliebe z.B. Indem wir geben, ohne etwas zu erwarten. In bedingungsloser Liebe. Liebe ist der Wunsch danach, eins zu sein. Liebe kann einfach da sein, ohne Zweck, ohne sich auf ein Objekt zu richten, kann uns einfach aus dem Nichts erfüllen und glücklich machen. Wir sind dann voller Liebe, wir sind Liebe. Liebe ist auch eine Frage des Bewusstseins. Von egoistischer Liebe bis hin zu allumfassender Liebe ist es ein großer Entwicklungsschritt. Durch Ken Wilbers integralen Ansatz (die integrale Landkarte, das AQAL-Modell) hat die Frage nach der Liebe einen z.Z. größtmöglichen Bezugsrahmen erhalten: Liebe als formloser Seinsgrund und als Impuls des Werdens in der Form.



Selbstliebe & Nächstenliebe

Wir Menschen sind Wesen aus zwei Komponenten: Körper und Seele. Der Körper ist bedürftig, verletzlich und sterblich. Die Seele ist immer ganz und heil, ein Element der Ewigkeit.  Von Vandan Ulf Münkemüller, HP (Psych.), Bielefeld

Die Psyche, das nötige Verbindungsglied zwischen diesen gegensätzlichen Polen, ist beides: sterblich und unsterblich, zerbrechlich und unzerbrechlich, bedürftig und unendlich reich. Die seelischen Anteile unserer Psyche sind weise, gelassen und liebevoll, die körperlichen Aspekte sind bedürftig und ängstlich. Die Seele ruht friedlich geborgen im All-Ganzen, der Körper ist allein in dieser physischen Welt. Wenn unsere Seele schläft, sind unser Körper und unsere Psyche „Mutter-Seelen-Allein“, und wir sind traurig und verlassen auf die Notprogramme unserer Psyche angewiesen. Wenn unsere Seele erwacht, erwacht auch unsere Liebesfähigkeit, und wir beginnen eine völlig neue Sicht auf uns selbst und auf die Welt. Barmherzig und verständnisvoll, warm und weich und oft mit Tränen in den Augen, sehen und erkennen wir, was nötig ist und was gebraucht. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst und beginne mit dir selbst, damit du weißt, wie es geht.


Liebe – was ist das? Was für eine Frage!

Da sind wir doch in vielerlei Hinsicht gebildet, erfahren und bereisen die Welt! In der Schule gab es Informationen über Algebra, Photosynthese und über unregelmäßige Verben. Okay, das ist lange her und Details sind längst vergessen. Was aber bleibt, ist die Erfahrung, dass alles Wissenswerte dieser Welt auf jeden Fall außerhalb von mir zu finden ist.  Von Antje Uffmann, HP (Psych.), Bielefeld

Wie wäre es wohl, wenn die Frage nach der Liebe von der 1. Klasse an mit 3 Unterrichtsstunden pro Woche auf dem Lehrplan stünde? Ja, es kann Spaß machen, sich das auszumalen! Auch da ist Lehrstoff, der von außen kommt: Philosophie. Verschiedene Religionen. Biologie. Ethik. Lyrik. Und dann? Man würde nicht herumkommen um die Frage: Wie erlebe ICH denn Liebe? Dann wäre das Wissenswerte innen. Wir müssten darüber reden, wie es sich anfühlt, wenn keine Liebe da ist. Welche inneren Erfahrungen wir machen durch Liebe und welche Mechanismen wir entwickeln, um uns vor dem Verlust von Liebe zu schützen. Wir würden üben, wie wir uns öffnen, uns zeigen, wie wir verzeihen. Und … eines der Merkmale von Liebe – und Grundsäule jeglichen inneren Wachstums – ist es, nicht zu bewerten!!! Vor gar nicht langer Zeit war hierzulande die schulische Grundausbildung für die meisten Menschen nicht vorgesehen – wozu soll das Kind denn Lesen lernen, es reicht doch, wenn es mit den Arbeiten in Haus und Hof vertraut ist? Und jetzt? Was könnte geschehen, wenn wir vom Kindergarten an lieben lernten? Uns selbst verstehen – entdecken und erfahren, wie unsere Innenwelt aussieht, die Psyche, das Herz und das Miteinander? Ja, ich weiß. Es ist wohl der nächste Evolutionsschritt. Und bis es soweit ist, werden wir eben "Privatstunden" nehmen. Zum Beispiel Ganzheitliche Psychotherapie. Aufgabe: Erstellen Sie einen Lehrplan für dieses Fach für alle Altersstufen. Es sollte sowohl Theorie als auch Praxis unterrichtet werden. Und vielleicht wird bei dieser Arbeit klarer, was das nun eigentlich ist – Liebe.


Delfinmedizin für die Selbstliebe

Der Kontakt mit Delfinen löst in den Menschen unterschiedlichste Emotionen aus. Lebensfreude, Liebe und Glückseligkeit sind häufig genauso präsent wie Ekstase oder innere Zufriedenheit. Delfine lehren uns wieder ins Fühlen zu kommen.
Von Sarah Hütt, Hameln

Wer das Glück hatte, mit Delfinen zu schwimmen, weiß, welch wundervolle Körpergefühle dabei ausgelöst werden. Während man in den Delfinfrequenzen badet fühlt man sich wie im Mutterleib getragen und geborgen, sowie mit dem Universum verbunden. Der Körper vibriert und ist wie auf magische Weise mit einer besonderen Energie erfüllt. Das Herz hüpft und man fühlt sich gehalten von einer zarten und zugleich kraftvollen Liebesenergie. Unterdrückte, blockierte Gefühle transformieren sich nachhaltig durch Delfinbegegnungen und erleichternde Freudentränen fließen meist wie von selbst über die Wangen, weil man sich endlich wieder spürt. Delfine können mit ihrem Sonar Disbalancen im menschlichen Körper erspüren und durch ihre Heilfrequenzen ausgleichen. Delfine berühren mit ihrer bedingungslosen Liebe unsere Seele und laden uns ein, wieder dem Rhythmus unseres Herzens zu folgen. Durch Verletzungen auf Herzebene oder alte Traumata kann man schnell den inneren Rhythmus und die Verbindung zum eigenen Herz-Raum verlieren. Häufig verschließt man sein Herz nach Enttäuschungen und baut einen energetischen Schutz um sich herum auf, um nicht erneut verletzt zu werden. Die Delfine sind in der Lage, diese Schicht sanft aufzulösen und erinnern uns wieder daran, wie wir Liebe in Leichtigkeit zulassen können. Herzheilung geschieht dabei auf verschiedenen Ebenen und das vierte Chakra kann in seine Ur-Schwingung zurückfinden. Die Engel der Meere aktivieren den inneren Heiler und feinstoffliche Energiekanäle in uns. Delfinschwingungen regen die Selbstheilungskräfte an und Heilungsprozesse werden eingeleitet. Die Medizin der Delfine unterstützt innere Wandlung, Vertrauen, Verzeihen sowie Herzöffnung nach außen und nach innen. Delfinmedizin kann auch ohne direkten Delfinkontakt in uns wirken. Das kann zum Beispiel über Delfinfrequenzen, Delfinmeditationen oder Delfinheiltechniken geschehen. Lassen Sie sich von den Delfinen verzaubern! Entdecken und stärken Sie mit der Hilfe der Delfine Ihre Selbstliebe.


Die Quelle der Liebe

Früher dachte ich,die Quelle der Liebe wäre im Außen, bei meiner Mutter, meinem Vater, meinen Geschwistern, Freunden, Partnern und Geliebten.  Von Vandan Ulf Münkemüller, HP (Psych.), Bielefeld

Dann wurde ich ent-täuscht und war frustriert und beleidigt. Dann hörte ich, die Quelle der Liebe sei Gott, und betete und bettelte und wurde wieder ent-täuscht und war wieder frustriert und beleidigt. Dann hörte ich, die Quelle sei in mir selbst und strengte mich gewaltig an, mich selbst zu lieben mir Gutes zu tun. Und wieder wurde ich ent-täuscht und war frustriert und unendlich traurig. Und als ich so unendlich traurig war und schwach und hilflos mich fühlte und wirklich nicht mehr weiterwusste, da hab ich endlich losgelassen, hab mich fallenlassen können mit all meiner Not, meinem Verlorensein, meinem Schmerz und meiner Angst.  Hab einfach wirklich losgelassen, hab mich fallen-lassen ins Unbegreifliche, Unendliche hinein, und plötzlich war’s kein Fallen mehr, es war ein Schweben draus geworden, ein sanftes „Leicht-Getragen-Sein“, ein Geborgen-Sein, ein Geliebt-Sein. Und seitdem weiß ich: die Quelle der Liebe ist all-über-all, und ich bin nur ein Kanal, durch den die Liebe fließen kann, wenn ich es denn erlaube. Wenn ich loslasse, wenn ich mich fallenlasse, kann ich getragen werden. Wenn ich mich entspanne und alles in mir weit und weich und durchlässig wird, kann die Liebe durch mich fließen, wohin auch immer sie fließen will, wo auch immer sie gebraucht wird im Innen und im Außen ...


Ich zeig dir meins, zeig du mir deins, sprach die Liebe ...

Schon oft habe ich mich dabei ertappt, wie ich ganz gebannt in Vorträgen saß und sich bei der Erwähnung von Liebe ein Wohlgefühl in mir breit machte und ich zustimmend nickte, wann immer davon die Rede war, dass Liebe heilt, wir Liebe in die Welt hinaus tragen und um uns verbreiten sollen etc.  Von
Maria Jeanne Dompierre, Dipl. Sozialpädagogin, Detmold

Liebe wird oft mit Gefühlen beschrieben. Doch was genau Liebe ist, scheint schwierig zu definieren. Sie wird häufig mit Gefühlen, die man wiederum genau definieren müsste, beschrieben und stets scheint etwas Wesentliches zu fehlen. Mir selbst ist es bislang auch nicht gelungen, eine halbwegs zufriedenstellende Erklärung darüber zu formulieren, was Liebe genau ist. Z. B. in einer Beziehung: Egal, wie verfahren die Situation zu sein scheint, es gibt immer Potenzial, aus den Problemen herauszufinden, wenn als Voraussetzung noch ein Fünkchen von der Liebe da ist, die zu Anfang der Liebesbeziehung als große Flamme brannte. Wie drückt sich Liebe in der Handlung konkret aus? Auch wenn es keine allgemeingültige Definition von Liebe zu geben scheint, so gibt es doch eine große Vielfalt, wie Liebe im Alltag zum Ausdruck kommt, und das wiederum lässt sich sehr genau definieren. Anhand dessen kann ein Paar herausfinden und feststellen, ob und inwiefern Liebe zum Partner existiert. Es ist dabei unerheblich, was jemand sagt oder meint, die Handlungen und tatsächlichen Gesten zeigen die Wahrheit. Das ist etwas sehr Wesentliches, denn nun wird der abstrakte Begriff Liebe sehr konkret definierbar. Umgekehrt kann Liebe, die auf Sparflamme brennt, wieder leidenschaftlich auflodern, wenn es den Partnern gelingt, ihre Liebe mit Gesten, Worten und Handlungen so zum Ausdruck zu bringen, dass es beim anderen ankommt. So wird aus dem abstrakten Begriff Liebe eine praktische Alltagserfahrung, und wir können feststellen, wo Liebe besteht, wenn wir beobachten, wie sie sich in Handlungen manifestiert oder eben nicht. Dies gilt übrigens für alle Arten von Liebe, unabhängig von Partnerschaft.


Liebe heilt

Manchmal sind wir so weit weg von uns selbst, haben uns so sehr in unseren Mustern und Programmen verloren, dass wir alleine nicht weiterkommen.  Von Vandan Ulf Münkemüller, HP (Psych.), Bielefeld

Manchmal ist unsere Angst und Verwirrung so groß, dass wir Unterstützung brauchen, um den Anschluss an unsere Lebendigkeit und unsere Weiterentwicklung wiederzufinden. Eine gute therapeutische Beziehung bietet einen Raum, in dem wir genauso sein können wie wir sind, in dem wir uns wahr- und angenommen fühlen mit all der Verwirrung, mit allen Gedanken und Gefühlen, die sich gerade zeigen wollen. Durch die Zugewandtheit eines/r guten Therapeuten/in erleben wir, dass wir mit allem was uns momentan ausmacht ein liebenswerter Mensch sind. Wir entspannen uns ein wenig mehr mit uns und unserer Situation und hierdurch werden innere Einsichten und ein besseres Selbst-Verständnis möglich. Eine gute therapeutische Beziehung ist immer zuallererst eine Liebesbeziehung. Natürlich eine methodisch, zeitlich und finanziell strukturierte, aber immer zuerst eine Liebesbeziehung. Denn die Liebe ist das, was die Heilung ermöglicht, da unsere psychischen Wunden und Bedürfnisse nichts anderes sind als das Fehlen von Liebe. Die Strukturen dienen der therapeutischen Effizienz, denn natürlich geht es darum, mit Hilfe der Liebeskraft des Therapeuten die eigenen Liebeskräfte zu entdecken und für Heilung und Entwicklung fließen zu lassen. Dieses Endecken und Entfalten unseres Liebespotenzials halte ich für den eigentlich tiefen Sinn unseres Lebens.


Amarque, Tom und Markert, Bernd: Was ist Liebe?

Eine integrale Anthologie über die Facetten der Liebe. Vierzehn Denker, Philosophen und Wissenschaftler nähern sich dem Thema mit ihrer eigenen Sichtweise oder beziehen sich auf einen bestimmten Aspekt der Liebe. mehr


Kampa, Daniel (Herausgeber): Happy Ends

Liebesgeschichten

Von tg

 

"Nicole war wie aufgezogen und schilderte David den Film, eine super realistische Liebes-Geschichte, die auch noch gut ausging. Diese Marotte der Regisseure mit dem offenen Ende war nicht zu ertragen. Alle wollten Kunstkino machen. An die Zuschauer dachte keiner. Gab es nicht genug Elend? Was war denn gegen ein Happy End einzuwenden?", heißt es im Roman "Querverkehr" von Tom Növe. Und was die Literatur angeht – es gibt sie, die Liebesgeschichten, die gut ausgehen (und nicht nur bei Tom Növe).

Elf weltbekannte Autoren (Isabelle Allende, T. C. Boyle, Doris Dörrie, Ingid Noll, Bernhard Schlink u. a.) erzählen, auf welch verschlungenen Wegen – kurios, ergreifend oder sehr leise – die Liebe unaufhaltsam die Herzen der Protagonisten erobert. Ein abwechslungsreiches und anregendes Lesevergnügen, auch aufgrund der unterschiedlichen Schreibstile.

"Happy Ends – Liebesgeschichten, die gut ausgehen" ausgewählt von Daniel Kampa, Diogenes Verlag, 304 Seiten.

Polaymorie: Mehrfachliebe und ihre Chancen mehr

Sehnsucht: nach tiefer Berührung mehr

Liebe: ein Magnet mit zwei Polen mehr

Liebe so tief in mir

So tief in mir die Liebe zu dir ... alles Eis geschmolzen und im unendlichen Fluss der Liebe auf allen Ebenen meines SEINS zu dir. Die Tiefe der Liebe, der Sehnsucht, dass es dich wirklich gibt ... endlich gefunden ... endlich vereint. Die du bist für mich das Gold an meiner Seite ... das tiefe Glücksempfinden mit dir EINS zu sein.  Von Alexandra Immelnkämper, Künstlerin und Autorin, Ahnatal

Mein Seelenfeuer erwacht ... in Bewusstheit der wahren Liebe als EINS in mir ... zu dir und als EINHEIT. Das Seelenfeuer der Tiefe und Lebendigkeit ALLENS, der Zauber, der in mir und dir wohnt ... zu verschmelzen im Seelenfeuer der Ekstase und Glückseligkeit als EINS. Die Tränen, das schmelzende Seeleneis der Traurigkeit und des Getrenntseins, geflossen, um EINS zu werden ... um EINS zu SEIN ... um EINS des Weges zu gehen.

 

Das Seelenfeuer der Freiheit der wahren Lebenskraft und Schöpferkraft ... in Vertrauen und Hingabe an die wahre Liebe meines Herzens, die du bist in all deinem Wesen und Einzigartigkeit deines SEINS. Eingehüllt von deiner Liebe und deinem Zauber jeden Morgen, wenn ich erwache mit deinem Bild in meinem Herzen, und ich mit dir EINS fühle, auch wenn wir noch getrennt sind und doch längst vereint.

 

Die Glut der Lebendigkeit und Ekstase in tiefer Glückseligkeit neu erwacht und entfaltet in den Flammen der wahren Liebe als EINS mit dir. Das Feuerwerk in den Farben des Regenbogens und der pulsierenden Kraft im Einklang mit Himmel und Erde. Du die du bist für mich ... auf allen Ebenen, du hast mein Feuerwerk in mir entzündet so zu sein, zu SEIN wer ich wirklich bin in allen Tiefen, die du mir geöffnet hast. Im tiefen Empfinden des Erlebens der unbeschreiblichen Liebe in meinem Herzen, strömend mit aller pulsierenden Kraft durch meinen Körper in Lebendigkeit des unendlichen Stroms der Inspirationen und Leidenschaft.

 

Deine Liebe, die mich so tief berührt bis in alle meine Zellen und tiefen Schichten meines SEINS in Glücksgefühl und innerer Erfülltheit, weil du mich so liebst wie ich bin und ich dich mehr liebe als du jemals in dir erahnen kannst, auch wenn ich noch nicht bei dir bin. Ein Segen des Himmelsgeschenks an mich, das ich mir in Tiefe wiederbegegnen darf, um mit dir in die Tiefe einzutauchen ... und auf dem Ozean der Liebe und des Lichtes uns treiben zu lassen in Hingabe als EINS ... vertrauensvoll mutig weiter zu schwimmen im Strom der Freiheit unserer Schöpferkraft.


In Kontakt sein

In Kontakt sein bedeutet, für sich selbst und andere ein offenes Herz zu haben, jemandem oder sich selbst zu begegnen, ohne zu werten. Doch wie häufig gelingt es uns, niemanden zu beurteilen?  Von Heike Wilken, Dipl. Psychologin, HP (Psych.), Physiotherapeutin, Bielefeld

Im Laufe unseres Lebens haben wir durch die Erziehung und unsere Erfahrungen Vorstellungen entwickelt, wie wir zu sein haben. Alles was davon abweicht ist nicht richtig. Wir haben eine Persönlichkeit entwickelt, die den Maßstäben der Eltern und der Gesellschaft gerecht wird. Aber wer sind wir wirklich, wenn wir hinter die Fassade dieser Vorstellungen schauen?

 

Manchmal zwingt uns ein Lebensereignis oder eine Krankheit dazu, hinter diese Fassade zu schauen und wieder mehr in Kontakt mit uns selbst zu kommen. Unsere angepasste Persönlichkeit kann so nicht mehr weiter machen und funktioniert nicht mehr. Dann stürzt erst mal die Welt zusammen und die Frage taucht auf: „Wer bin ich, wenn nicht diese Persönlichkeit?

 

In dieser Situation geht es darum, nach Innen zu schauen und wieder mehr mit sich selbst in Kontakt zu kommen. Dann ist es gut, wahrzunehmen was ist und sich damit voll und ganz anzunehmen. Und das ist vielleicht nicht die tolle unabhängige Frau, die niemals weint, alles selber geregelt bekommt und immer für andere da ist, sondern ein verletzliches, zartbesaitetes Wesen, bedürftig und klein.

 

Ja, das Schwierigste auf unserem Weg zu uns selbst ist es, die Vorstellungen, wie wir und andere zu sein haben, fallen zu lassen und unsere mühsam entwickelte Persönlichkeit sanft sterben zu lassen. Es geht darum, uns selbst einfach so anzunehmen und zu lieben, wie wir sind. Das ist der immer wiederkehrende Stirb- und Werde-Prozess im Leben, der eine Arbeit mit der eigenen Trauer und dem eigenen Schmerz beinhaltet. Aber es lohnt sich! Schwinden die Masken der Persönlichkeit können wir mit uns selbst und anderen Menschen wirklich in Kontakt kommen, werden glücklich und erfahren die Nähe, nach der wir uns alle sehnen. Wir können verschmelzen, weil die störenden Mauern wegfallen. Wir fühlen uns geliebt für das, was wir sind und nicht für das, was wir tun.


Mit sich im Reinen sein: Selbstliebe kann man lernen

Selbstliebe ist eine machtvolle Fähigkeit, die uns Berge versetzen lässt und uns vor falschen Entscheidungen bewahrt. Wer sich selbst schätzt und auf sich achtgibt, weiß, was ihm guttut und geht gelassener und zufriedener durchs Leben.  Von mars

Zweifel an sich selbst und dem eigenen Verhalten sind ganz normal und gehören zur Reifung der eigenen Persönlichkeit dazu. Doch fehlendes Selbstwertgefühl macht sich sowohl im Berufs- als auch im Privatleben bemerkbar. Nur mit genügend Selbstwertschätzung kann man die Wertschätzung anderer erfahren. Und man kann lernen, seinen Selbstwert anzuerkennen und im (Unter-)Bewusstsein zu verankern.

 

Warum Selbstliebe wichtig ist

 

Selbstliebe, Selbstvertrauen, Selbstachtung und Selbstbewusstsein sind Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes und glückliches Leben. Oft werden diese Begriffe fälschlicherweise mit Egoismus assoziiert. Natürlich sollte man in der Selbstliebe das nötige Maß zu halten, um nicht überheblich zu werden und die Bedürfnisse seines sozialen Umfelds zu ignorieren. Doch nur wer sich selbst liebt und so akzeptiert, wie er ist, kann seinen Mitmenschen ehrliche Achtung, Respekt und Liebe entgegenbringen. Mit wenig Selbstliebe und -achtung gerät man schnell in Abhängigkeit von anderen Menschen, unterschätzt seine Fähigkeiten und bleibt unter seinen Möglichkeiten. Menschen mit mangelndem Selbstwertgefühl können sich dadurch ihre Chancen auf Erfolg im Job und Glück in der Liebe verbauen. Denn sie schrecken eher vor wichtigen Entscheidungen zurück, die Mut und Selbstvertrauen erfordern. Selbstliebe bewahrt sogar vor Depressionen und anderen psychischen sowie körperlichen Beschwerden, weil man seine Bedürfnisse besser wahrnimmt.

 

Weg frei machen für Veränderungen

 

Jahrelang antrainierte Gewohnheiten und Verhaltensmuster sind äußerst schwer abzulegen, denn sie reichen teilweise sehr weit in die Vergangenheit zurück. Doch wenn der Mut zu Veränderung da ist, ist bereits die wichtigste Voraussetzung für mehr Selbstliebe gegeben.

 

Wege zu mehr Selbstliebe

 

Mehr Selbstliebe erreicht man durch die Auseinandersetzung mit sich selbst und indem man seine Stärken und Vorlieben herausfindet. Was kann ich gut und bereitet mir gleichzeitig Freude? Bin ich beispielsweise kreativ und male oder zeichne gern? Oder liegt mir eine Sportart besonders? Dann sollte das zu einem regelmäßigen Hobby werden. Dabei geht es keineswegs um Höchstleistungen und die Anerkennung durch andere, sondern um Zufriedenheit und Selbstverwirklichung.

 

Zur Selbstliebe gehört auch, sich in seinem Körper wohlzufühlen. Viele Menschen hadern mit ihrem Aussehen und streben nach einem von den Medien geprägten Idealbild, das mit der Realität wenig zu tun hat. Mehr Selbstakzeptanz erreicht man, wenn man aufhört, nur das Negative an sich wahrzunehmen und anfängt, auch die positiven Seiten anzuerkennen und zu betonen. Ein kleiner Schritt hin zu mehr Selbstliebe kann die Wahl von Kleidung sein, in der man sich besonders wohlfühlt und die die eigenen Vorzüge betont. So fühlen sich viele überdurchschnittlich große Frauen unsicher, weil sie womöglich in ihrer Jugend als "Riesin" oder "Bohnenstange" bezeichnet wurden. Mode, die perfekt auf große Frauen zugeschnitten ist, wie diese langen Kleider des spezialisierten Anbieters Long Tall Sally, kann ihnen mehr Selbstbewusstsein verleihen.

 

Positive Glaubenssätze für mehr Selbstvertrauen

 

"Alle persönlichen Durchbrüche beginnen mit einer Änderung unserer Glaubensmuster." (Anthony Robbins)

 

Auf dem Weg zu mehr Selbstliebe spielen Überzeugungen eine wichtige Rolle. Wie und wer bin ich? Was kann ich? Wie sehen mich andere? Es geht dabei um positive Glaubenssätze, die einem Mut und Selbstvertrauen schenken. Glaubenssätze sind subjektiv und deshalb veränderbar. Sie beeinflussen unsere Wahrnehmung, unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt. Die folgende Auswahl an Affirmationen soll zu mehr Selbstvertrauen und -liebe verhelfen. Sie stammen von einem Coach für Potenzialentfaltung:

  • Die Grenzen des Möglichen bestehen nur in meinem Kopf.
  • Ich akzeptiere mich.
  • Ich bin der Schöpfer meines Lebens.
  • Ich bin ein toller, einzigartiger und liebevoller Mensch.
  • Ich bin ein wunderbarer Mensch.
  • Ich bin einzigartig.
  • Ich freue mich der Mensch zu sein, der ich bin, denn ich bin ein Wunder des Lebens!
  • Meine Gefühle auszuleben macht mich lebendig.
  • Ich treffe alle Entscheidungen meines Lebens selbst.
  • Was andere über mich denken, ist unwichtig.
  • Wenn ich will, dann kann ich alles erreichen.

Wenn ich mich mit mir selbst wohlfühle ...

... fühle ich mich mit der ganzen Welt wohl ... Eine Freundin hat das Treffen für heute Abend abgesagt. Dabei hatte ich mich so darauf gefreut. Und sie wusste, dass es mir wichtig war. Ärger steigt auf, vielleicht auch Traurigkeit oder Wut. Ich fühle mich verletzt, nicht gesehen, zurückgewiesen.  Von Dr. Antje Ohlhoff, Deeksha-Trainerin, Reiki-Meisterin, Bielefeld

Solche Situationen kennen wir wohl alle. Ärger, Wut und Verletztsein sind nicht das Problem. Das Problem ist, dass wir die Wut, oder was auch immer, nicht haben wollen. Dieser Widerstand gegen das, was gerade da ist, nimmt uns die Energie, die Lebensenergie. Oft erlauben wir uns nicht, diese "negativen Gefühle" da sein zu lassen aus Angst, wenn wir sie einmal akzeptieren, dass sie dann immer da sind, unser Leben bestimmen. Das alltägliche Leben ist nicht so, dass wir immer nur „positive Gefühle“ haben. Auch Wut, Ärger, Trauer, Neid und Eifersucht gehören zu unserem Menschsein.

 

Was können wir aber tun, um unsere Wut oder Verletztheit anzunehmen? Zu sagen oder zu denken: "Ich liebe jetzt meine Wut" funktioniert aller Erfahrung nach nicht. Auch der Fernseher oder das Glas Wein "zur Beruhigung" lenken uns zwar im Moment von dem Gefühl ab, helfen aber auf Dauer nicht wirklich.

 

Die Wut, die Verletztheit da sein zu lassen, zu beobachten, ist der erste Schritt. Eine hilfreiche Unterstützung dabei kann Deeksha sein. Deeksha (sprich "Diekscha", dt. Segen) kommt aus Indien und ist eine sehr alte Technik, geistige Energie auf andere Menschen zu übertragen. Sie verbindet uns direkt mit unseren Gefühlen, mit unserem Sein, und hilft, die ungeliebten Anteile anzunehmen. Deeksha führt dadurch zu mehr (Selbst-)liebe, zum Ganzwerden, Heilwerden. Solange wir unsere Wut u. a. nicht annehmen können, solange sind wir in Widerstand mit uns selbst. Alle diese Gefühle und Anteile gehören zu unserem Leben und je mehr wir ihnen erlauben, da zu sein, umso weniger leiden wir darunter. Wirkliche Liebe bedeutet, auch dies anzunehmen.

 

Wenn ich beginne, mich zu akzeptieren, wie ich tatsächlich bin, also z. B. wütend, verletzt, eifersüchtig, dann überkommt mich tiefer Frieden. Ich bin so – was ist daran schlecht? Vielleicht ist dieses "so bin ich" nicht so toll, aber es ist schön und entspannend. Es nimmt mir die Last, immer „gut drauf“ sein und ein Bild von mir aufrecht erhalten zu müssen – gegenüber mir selbst und gegenüber den anderen. Das gibt mir Stück für Stück mehr Freiheit und Lebensfreude. Wenn ich mich mit mir selbst wohlfühle, fühle ich mich mit der ganzen Welt wohl.

 

Wenn ich mich selbst annehmen kann, lieben kann, wie ich bin, dann, erst dann kann ich voll und ganz leben, andere lieben und mich geliebt fühlen.


Aggression und Liebe

Aggression und Liebe sind zwei Grundkomponenten eines glücklichen Lebens. Eine Liebesbeziehung ist auf die Dauer umso erfüllender, je mehr Liebe und Aggression in ihr befreit gelebt werden.  Von Vandan Ulf Münkemüller, HP (Psych.), Bielefeld

Jedoch werden Liebe und Aggression von uns häufig als Gegensätze gesehen und erlebt, in unserem Wertesystem ist Liebe etwas Gutes und Aggression ist schlecht, Liebe wird angestrebt und Aggression wird vermieden und abgelehnt. Das führt dazu, dass Liebes-Beziehungen ihren Reiz verlieren, sie werden kraft- und leblos und häufig auch asexuell.

 

Dabei ist Aggression (lat. agreddi: herangehen) ursprünglich ein vollkommen reiner, seelischer Impuls. Unsere Seele, die ins Leben strebt, die alle ihr möglichen Räume erfahren und erleben will, kann dies nur mit Aggressivität erreichen.

 

Ein Liebespartner, der zum anderen sagt: “Ich will dich!“, verhält sich in diesem Moment aggressiv, denn er geht lustvoll aus sich heraus, und wie schön ist es doch, so etwas vom anderen zu hören! Die besten Freunde sind doch die, mit denen wir Pferde stehlen können, denn das macht Spaß und ist spannend, gerade weil es verboten und aggressiv ist.

 

Natürlich gelebte Aggression ist Leben, das lustvoll nach außen strebt. Aggression ist der deutliche, kraftvolle und freudige Ausdruck dessen was wir wollen und was wir nicht wollen, unser JA und unser NEIN!

 

Aggression ist nötig, um unsere Grenzen zu formulieren und für ihre Einhaltung zu sorgen, und sie ist nötig, um unseren Willen zu formulieren und zu verwirklichen.

 

Nun aber noch eine kleine Abgrenzung: Neben der freudvollen, schöpferischen Aggression, die direkt unserer Seele entspringt, gibt es auch noch die ernsthafte, zerstörerische Aggression aus der Quelle unserer Angst.

 

Aus Angst vor der Zerstörungskraft dieser angstvollen Aggression neigen wir dazu, Aggression grundsätzlich zu verurteilen und abzulehnen.

Hierdurch trennen wir uns allerdings von der Gefühlsklarheit unserer Seele, von der Brillianz unserer Intuition und von der Quelle unserer Lebensfreude.

 

Die Unterdrückung von natürlicher Aggression führt zu ihrer Umlenkung und aus ihrer eigentlich schöpferischen Qualität wird nun eine zerstörerische, die sich dann auch gegen uns selbst richten und uns ernsthaft psychisch und körperlich krank machen kann.

 

Diese beiden Arten von Aggression unterscheiden zu lernen, ist einfach möglich und außerordentlich hilfreich auf dem Weg unserer körperlichen Gesundung und seelischen Entwicklung und zudem ein Meilenstein bei der Wiederentdeckung unserer Vitalität und Lebensfreude.


"Wenn Dich das Leid nicht zum Lieben zwingt ...

... wird’s eine Last, die um’s Leben Dich bringt." Das war der Spruch nach dem Krieg über unserer "Kochmaschine". So nannte man kohlebeheizte Herde, auf denen gekocht und in denen gebacken werden konnte.  Von Kristina König, HP, Bielefeld

Sie hatten als Stolz der Hausfrau eine hochglänzende Platte, die jeden Morgen poliert wurde, und eben über diesem Herd hingen bei den meisten Leuten ihre Lebenslosungen oder ihr täglicher Trost.

 

Unser Spruch war für mich als Kind immer irgendwie grausam.

 

Den von meiner Tante "Immer wenn Du meinst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her" fand ich sehr tröstlich – besonders bei Mathematik-Arbeiten ...

 

Erst viel später habe ich den Unterschied auch in unseren Familien erkannt. Die einen waren eben schon mit Trost recht zufrieden – die anderen wirkten mahnend, und vielleicht war es ein leiser Hilferuf desjenigen, der den Spruch ausgesucht hatte.

 

Leider starb meine Mutter sehr früh, sodass ich sie nicht mehr auf den Grund für gerade diesen Spruch ansprechen konnte, und bis vor einem Jahr war das kleine gerahmte Bild in irgendeinen Schrank verbannt. Aber der Text hat mich unbemerkt ein Leben lang begleitet.

 

In meinem Beruf sehe ich täglich, dass Mitleid (oder Mitleiden) keinem wirklich nutzt, sondern dass gerade das Leid des anderen der Liebe seines Gegenübers bedarf. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, wie sich dieses "Liebe" darstellt ... tja: Liebe – was ist das eigentlich?

 

Verbale Beteuerungen verpuffen zu Recht, wenn keine Taten folgen. Aber auch Taten sind sehr demonstrativ und Liebe ist etwas sehr Zartes, Sensibles – alles Laute und Wörtliche hat hier seine Glaubwürdigkeit verloren.

 

Liebe ist die ehrliche Aufmerksamkeit, die ich jemandem aus tiefem Herzen schenke.

 

Liebe ist die ehrliche Zuneigung, ein kleines Streicheln, ein langer Blick in die Augen des Gegenübers als ein kleiner Schritt zur Seele. Liebe ist die Sprache der Seele. Sie ist wortlos und doch mächtig. Sie berührt – auch ohne zu berühren. Sie zeigt dem anderen: ich verstehe dich, ich fühle mit dir, ich bin für dich da, in diesem Moment sind wir sehr verbunden miteinander.

 

Schenken Sie jedem, dem Sie näher begegnen, diese Zuneigung. Es sind die kleinen Augenblicke, die dieses Gefühl auf beiden Seiten so wertvoll machen. Jeder hat sehr viel Liebe in sich und Liebe gehört zu den Gefühlen, die sich verdoppeln, wenn man davon gibt.

 

Warten Sie nicht so lange, "bis das Leid Sie zum Lieben zwingt ..." Es ist ein Geschenk an uns Menschen, das wir in reichem Maße weitergeben sollten. So können wir die Welt täglich etwas liebevoller machen.


Lied der Liebe

Du bist das Lied der Liebe für mich. Du bist das Lied des Lichtes für mich. Du bist das Lied des Friedens für mich. Du bist die Melodie der wahren Liebe in meinem Herzen. Du bist das Lied der Magie des Feuers der Lebendigkeit deines wahren SEINS. Du bist das Lied, das immer in Liebe in meinem Herzen spielt.  Von Alexandra Immelnkämper, Künstlerin und Autorin, Ahnatal

Du bist das Lied, die Melodie des Zaubers, der in dir wohnt. Du bist mein Lied, das Lied der tiefen Liebe in mir, das Lied, das mich neue Sprachen singen lässt. Du bist das Lied, die Melodie, das durch mein Herz singt in Worten und Bildern in der Kraft der wahren Liebe einer Einheit. Du bist die Melodie, die in mir klingt, mich lebendig zu machen, in allem wer ich wirklich bin und SEIN möchte ... DEIN LIED, die Liebe für dich, das Licht für Dich, der Frieden für Dich, die Melodie der wahren Liebe in deinem Herzen für Dich. Ich möchte dein Lied, deine Melodie sein, die für dich singt, die in dir klingt, die dich lebendig macht, in allem wer du wirklich bist und SEIN möchtest. Dein Lied, das die Kraft des Zaubers in dir wachsen lässt, das Feuer deines SEINS in Liebe in dir entfacht, um gemeinsam unser Lied zu singen und in alle Richtungen der Zeit erklingen zu lassen. Unser Lied, die Melodie der wahren Liebe einer EINHEIT in Ganzheit im wahren SEIN in allen Tiefen vereint. Unser Lied, die Melodie des Zaubers, der in uns und unseren Seelenherzen gemeinsam erklingen möchte. Das Lied der wahren Liebe unter freiem Himmel getragen auf der Erde in den Farben eines Regenbogens.


Uns selbst bemuttern

Immer wenn wir uns unsicher, traurig oder ängstlich fühlen, meldet sich unser innerer, emotional bedürftiger Teil, unser bedürftiges, inneres Kind.  Von Vandan Ulf Münkemüller, HP (Psych.), Bielefeld

So wie sich unsere physischen Bedürfnisse nach Nahrung durch Hunger, nach Wärme durch Frieren und nach Schlaf durch Müdigkeit zeigen, so äußert sich unser emotionales Bedürfnis nach Mütterlichkeit durch Gefühle wie Unsicherheit, Trauer und Angst. Es ist das bedürftige innere Kind, unser inneres Baby, das sich so auf ganz natürliche Weise meldet, um uns auf seine Bedürfnisse aufmerksam zu machen. So wie bei einem realen Baby das Weinen die Funktion hat, die Mutter aufzuwecken und zu sich zu rufen, so haben in unserem Inneren Trauer und Angst die Funktion, unseren erwachsenen, mütterlichen Teil aufzuwecken. Trauer und Angst sind kein Zeichen für etwas Falsches in unserem Leben sondern nur das natürliche Signal eines inneren Mangels. Als erwachsene Menschen verfügen wir auch über ein liebesfähiges inneres Potenzial. Ich nenne das den liebevollen inneren Erwachsenen, der sich sowohl mütterlich als auch väterlich zeigen kann. Dieses anfangs schlummernde  Potenzial erwachen zu lassen, ist ein wesentlicher Teil unseres Lebenssinns.

 

Interessanterweise ist es uns häufig leicht möglich, unsere Liebe nach außen fließen zu lassen. Wir können unsere Kinder lieben, unsere Partner und Freunde. Auch wenn wir uns vorstellen, ein weinendes Baby wäre in unserer Obhut, wissen wir intuitiv genau was zu tun und zu lassen ist. Nur wenn es um uns selber geht, fühlen wir uns oft hilf- und ratlos, wissen nicht wie wir uns selber Zuwendung schenken, uns um uns selber kümmern können. Dabei ist es so einfach! Wir können einfach das Bild  eines äußeren Babys nutzen und alles was wir hier sehen auf unsere innere Situation übertragen: Ein Baby braucht Liebe, mütterliche Zuwendung auf allen Ebenen, und ein Baby, das seine Mutter ganz bei sich fühlt, ist zufrieden und glücklich.

 

Bemuttern braucht als Grundvoraussetzung Zeit und Raum und geschieht dann auf drei Ebenen:

 

mit den Augen (optisch), mit den Händen und der Haut (haptisch), mit der Stimme und den Ohren (akustisch).

 

Eine liebende Mutter wird, auf ihre eigene Art, immer Folgendes sagen: – ich bin da – ich liebe dich – alles ist gut. Sie wird ihr Kind halten und tragen, wird durch ihre Hände die Liebe in den Körper ihres Kindes fließen lassen, und sie wird ihrem Kind in tiefer Liebe in die Augen schauen und dem Kind erlauben, in der Tiefe ihrer Augen zu versinken.

 

All dies können wir auch wunderbar mit uns selber leben.

 

Natürlich haben wir nur einen Körper, nicht zwei, wie eine Mutter und ihr Kind. Aber wir können unsere Mutterhände auf unseren Babybauch legen, unsere Mutterstimme kann zu unseren Babyohren sprechen, und mit Hilfe eines Spiegels können unsere Mutteraugen in unsere Babyaugen schauen und Babyaugen in die Augen seiner Mama.

 

Wohl niemand von uns hatte eine perfekte Kindheit, eine perfekte Mutter, die uns immer lieben und uns damit alles geben konnte, was wir für eine umfassende Entwicklung gebraucht hätten. Natürlich gab es Defizite, Zeiten und Bereiche, in denen keine oder zuwenig Liebe zur Verfügung stand. Aber jeder von uns trägt eine perfekte Mutter in sich selbst! Alles was damals nicht passieren konnte, können wir nun selber nachholen. Alles was bedürftig, noch wund und verletzt in uns ist,
können wir selbst versorgen und heilen,wenn wir unsere bedürftigen Gefühle als das Rufen unseres inneren Babys hören und verstehen lernen.