Blick zum Hochkogel, der oberhalb der Anlaufalm thront

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei Gstatterboden beginnt die schöne Wanderung zum Buchsteinhaus

 

 

 

 

 

Am Talschluss des Almtals erhebt sich im Nebel der Woisung auf über 2000 m Höhe

Nationalpark Kalkalpen

Das größte Waldschutzgebiet Österreichs, der Nationalpark Kalkalpen, wurde 2017 zum UNESCO- Weltnaturerbe ernannt. Er umfasst Sengsengebirge und Reichraminger Hintergebirge, erstreckt sich über eine Höhe von 385 bis knapp 2000 Meter und bietet Wanderern Momente der Stille und des Staunens.  Von tg

Der Boden ist weich und federt bei jedem Schritt, die Wege sind noch nicht ausgetreten, es wird auf sanften Tourismus gesetzt. So kann es passieren, dass man unterwegs keiner Menschenseele begegnet – erst wieder bei der Jause in einer der Almhütten. Davon gibt es zwanzig im Nationalpark, aber nicht alle werden noch bewirtschaftet. Die Wanderwege sind bestens erschlossen, es gibt Touren in unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden, für Familien und Gipfelstürmer. Sie führen auf Almen, aussichtsreiche Bergstraßen, durch Schluchten, zu Seen, Bachläufen und Quellen. Und immer wieder durch ursprügliche, von mächtigen alten Rotbuchen, Fichten und Tannen dominierte Mischwälder, die etwa 80% des Nationalparks ausmachen, und in denen seltene Tiere wie Luchs, Siebenschläfer, Steinadler, Birkhuhn, Weißrückenspecht, Bergeidechse und Alpenbockkäfer Lebensraum und Rückzugsgebiet finden.

 

Wanderkarten und Infos sind im Nationalpark-Zentrum Molln, im Besucherzentrum Ennstal, beim neuen Panoramaturm Wurbauerkogel bei Windischgarsten und in der Hengstpaßhütte erhältlich. Wer möchte kann hier geführte Touren mit Nationalpark-Rangern buchen und im Frühsommer beim „Blütenzauber“ Alpenpflanzen und Orchideen bewundern, im Herbst im Bodinggraben die Hirschbrunft beobachten, durch eine der siebzig bislang entdeckten Höhlen zu verborgenen Wassern kraxeln, auf Schneeschuhen die tief verschneite, winterliche Bergwelt erkunden oder ins nächtliche Herz des Nationalparks vorstoßen und „eins sein mit der Natur“. Die Kalkalpen sind zu jeder Jahreszeit reizvoll (und kostenlos zugänglich).


„Bewusst wandern – Hör auf deinen Körper und die Natur!“ heißt ein neues Programm vom Wanderzentrum Hohe Dirn, bei dem man erfährt, wie’s richtig geht und welche positiven Auswirkungen das Wandern auf Leib und Seele hat.


Auch Radfahrer sind rund um den Nationalpark gern gesehen. Sie können vom 15. April bis zum 31. Oktober auf beschilderten Rad- und Mountainbikestrecken, z. B. „auf den Spuren der Waldbahn“, etwas über die Sehenswürdigkeiten und Naturdenkmäler der Region „erfahren“. Der Nationalpark-Wanderbus besitzt übrigens einen Fahrradanhänger, fährt allerdings (fast) nur sonntags. Ruhe geht vor – und das ist gut so, in der Waldwildnis des Nationalpark Kalkalpen.


Nationalpark Gesäuse

Der Nationalpark Gesäuse liegt im "grünen Herzen" Österreichs, der Steiermark. Der Nationalpark Gesäuse liegt an einem reißenden Wildfluss. Der Nationalpark Gesäuse ist wild und lieblich.  Von tg

Der Nationalpark Gesäuse wird im Wesentlichen von Buchsteinmassiv und Hochtorgruppe gebildet. Und zwischen den Gemeinden Admont und Hieflau von einem grandiosen, 16 km langen Tal durchschnitten, das der Alpenfluss Enns tief in die Gesäuseberge gegraben hat.

 

Bereits die Fahrt mit dem Auto durch das Durchbruchstal des Nationalparks Gesäuse ist ein Erlebnis. Empfehlenswert, von Admont kommend: ein Halt an der Eisenbahnbrücke am Gesäuse-Eingang. Hier präsentiert sich die Enns vor schroffen, steil aufragenden Felsen besonders temperamentvoll. Der Nationalparkpavillon in Gstatterboden liegt zentral und ist ein guter Info- und Ausgangspunkt für Unternehmungen. An allererster Stelle sind das natürlich Wanderungen auf gut markierten Wegen (über 100 km), wobei die meisten Gebirgscharakter aufweisen. Die passende Ausrüstung, Verpflegung, das richtige Einschätzen der Kondition und der Blick auf die Wetterkarte sind zu empfehlen.

 

Den Zeitangaben, die sich auf die reine Gehzeit beziehen, sollte man "misstrauen". Wer die Landschaft genießen und eine Brotzeit einlegen, vielleicht fotografieren möchte, kann getrost bis zur doppelten Zeit einrechnen. Der Aufstieg (ca. 1000 m Höhendifferenz) zum Buchsteinhaus ist z. B. mit zweieinhalb Stunden ab Gstatterboden angegeben. Nach rund 4 Stunden (+) erreicht der gemütliche Wanderer erschöpft die gastliche Hütte, wo er die verdiente Stärkung erhält und mit einem grandiosen Ausblick von der Panoramaterrasse belohnt wird. Hinunter geht es im vorsichtigen Sauseschritt – und die angegebene Gehzeit wird eingehalten.

 

Beschaulicher sind da schon Rauchboden- und Ennsbodenweg, der Erlebnisweg "Der wilde John" entlang des Johnsbachs, der Rundweg Lettmair Au oder ein Picknick am lebendem Bauwerk, dem Erlebniszentrum Weidendom ...

 

Wasser, Wälder, Almen und Berge prägen den Nationalpark Gesäuse – als Lebensraum für Hirsch, Steinbock, Gämse, Mufflon, Murmeltier, Fischotter, Schneehase, Steinadler, Schneehuhn, Auerhahn u. a.

 

Ausflüge in die nahe Umgebung: Der Nationalpark Kalkalpen im Sengsengebirge und Reichraminger Hintergebirge ist das größte Waldschutzgebiet Österreichs (Fichten, Tannen, Buchen). Der idyllische Gleinkernsee lädt im Sommer zum Baden ein. Die Dr. Vogelgesang-Klamm in Spital am Pyhrn ist ein besonderes Naturschauspiel. Am Talschluss des Stodertals entspringen die Steyrquellen.


Indian Summer im Almtal

Das Almtal liegt im Traunviertel in den oberöstereichischen Alpen. Hauptgemeinden sind Grünau und Scharnstein. Am Talschluss schillert der Almsee smaragdgrün und türkisblau vor der nebelverhangenen Bergkulisse des Toten Gebirges.  Von tg

Still ist es, überwältigend, im Naturschutzgebiet rund um den Almsee. Auf einem Weg kann man durch in herbstliche Töne prächtig gefärbte Wälder ein Stück in Richtung der schroffen Wände aus Kalk und Dolomit am Ende des Tals gehen.

 

Die Luft ist feucht, selten durchbrechen Sonnenstrahlen die Wolkendecke. Ab und zu erschallt das Röhren eines Rothirsches und lässt Gedanken an kitschige Motive aus der Wildmalerei aufkommen. Aber hier ist nur beeindruckender Klang, der ein leises Echo nach sich zieht und langsam schwindet.

 

Auf zur Schneiderberghütte

 

Der Kolmkarbach führt kein Wasser, im breiten Kiesbett lässt es sich gemütlich wandern. Linker Hand schlängelt sich ein schmaler Pfad, der Trittsicherheit erfordert, steil in Serpentinen den Berg auf über 1000 Meter hinauf zur unbewirtschafteten Schneiderberghütte, an der ein vom Wetter gegerbtes schlichtes hölzernes Kreuz steht. Unterwegs gibt es immer wieder beeindruckende Ausblicke. Und einfach Zeit zum Staunen und Innehalten. Aber Achtung, rechtzeitig an den Abstieg denken: Schnell "zieht es sich zu" und alles ist in Dunst gehüllt.

 

Es ist Indian Summer im Almtal. Wer einmal dort war, wird wiederkommen.