Moers, Walter: Das Labyrinth der Träumenden Bücher

Die "Stadt der Träumenden Bücher" wurde von einem Feuersturm nahezu zerstört. Viele Jahre später macht sich Hildegunst von Mythenmetz auf den Weg in die wieder zum "Mekka des Buchhandels" gewordene Stadt. "Nachdem ich die Lindwurmfeste verlassen hatte, wanderte ich über die öde Steinwüste, die sie in allen Himmelsrichtungen umgibt. Ich durchquerte dichte graue Nebelbänke, die aussahen wie Regenwolken, die vom Himmel gefallen waren. Die Sonne war jetzt aufgegangen, aber sie wärmte mich nicht ..."

Aufgerüttelt von einem geheimnisvollen Brief, kehrt Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz, "der größte Dichter Zamoniens", 200 Jahre nach einem verheerenden Brand zurück in die wieder aufgebaute Bücherstadt Buchhaim – eine "pulsierende Metropole des zamonischen Buchwesens, eine magnetisch anziehende Pilgerstätte der Literatur, Verlegerei und Druckkunst". Bevor er widerwillig erneut in die finsteren Katakomben der Stadt hinabsteigt, tritt er einen garstigen Zwerg, erleidet nach dem Besuch des Qualmoirs und dem Genuss des giftgrünen Buchweins einen heftigen Rausch, lernt die unheimlichen Librinauten kennen, erforscht den Puppetismus und erfüllt den letzten Wunsch seines alten Freundes, des Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer.

So viel in Kürze zur Geschichte ...

Wer in Walter Moers‘ Fantasiewelten eintaucht, kann sich an überschäumender Fabulierkunst, feinsinnigem Humor, Wortspielen und Anagrammen erfreuen. Und entdeckt an all den grotesken Wesen Zamoniens viele menschliche Züge.

"Das Labyrinth der Träumenden Bücher" von Walter Moers, mit vielen Zeichnungen, Knaus Verlag, 430 Seiten.

tg


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